Volkswagen

Gewinn von VW bricht um ein Drittel ein

Maja Bojic
Maja Bojic

Deutschland,

Der Gewinn von VW bricht um ein Drittel ein: Schwache Verkäufe in China und hohe Kosten setzen den Autobauer unter Druck.

VW
VW kämpft mit einem deutlichen Gewinnrückgang und plant weitere Sparmassnahmen. (Archivbild) - depositphotos

Volkswagen hat im zweiten Quartal 2026 deutlich weniger verdient. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahr um 33 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro.

Wie die «Tagesschau» berichtet, lag der Überschuss zwischen April und Juni damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,29 Milliarden Euro. Auch im ersten Halbjahr ging der Gewinn zurück und sank um fast zwölf Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Die weltweiten Auslieferungen fielen in den ersten sechs Monaten um fast neun Prozent auf rund 2,08 Millionen Fahrzeuge. Besonders stark zeigte sich der Rückgang auf dem chinesischen Markt.

China-Geschäft belastet VW

Laut dem «Spiegel» brachen die Verkäufe in China um mehr als ein Drittel auf 424'300 Fahrzeuge ein. Ausserhalb Chinas entwickelte sich der Absatz dagegen etwas stabiler.

VW senkte wegen der schwierigen Lage seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Der Konzern kämpft mit einem Gewinneinbruch und hohen Kosten.

Die operative Umsatzrendite soll weiterhin zwischen vier und 5,5 Prozent liegen. Finanzvorstand Arno Antlitz erklärte der «Tagesschau» zufolge, dass weitere Massnahmen nötig seien, um die Kostenbasis langfristig zu senken.

VW plant weitere Sparmassnahmen

Konzernchef Oliver Blume verwies auf mehrere Belastungsfaktoren für die Autoindustrie. Dazu zählen laut der «Tagesschau» unter anderem Zölle, geopolitische Spannungen und der zunehmende Wettbewerb.

Volkswagen arbeitet deshalb an zusätzlichen Einsparungen. Weltweit könnten bis zu 50'000 weitere Stellen wegfallen, wie die «ZDFheute» berichtet.

Zusammen mit bereits angekündigten Kürzungen könnten insgesamt bis zu 100'000 Arbeitsplätze betroffen sein. Bis 2030 sollen allein in Deutschland bereits rund 50'000 Stellen abgebaut werden.

Widerstand gegen mögliche Werksschliessungen

Davon entfallen 35'000 Jobs auf die Kernmarke Volkswagen, weitere Stellen auf Tochterunternehmen wie Audi und Porsche. Mehr als 37'000 Beschäftigte haben laut Konzern bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Auch vier deutsche Werke stehen laut der «ZDFheute» im Zusammenhang mit den Sparplänen auf dem Prüfstand. Werksschliessungen bezeichnet VW-Chef Oliver Blume demnach als letzte Möglichkeit.

VW
VW hat im zweiten Quartal 2026 erneut weniger Gewinn geschrieben. (Archivbild) - keystone

Gegen weitere Einschnitte formieren sich Widerstände. Gewerkschaft, Betriebsrat und das Land Niedersachsen mit seiner 20-Prozent-Beteiligung lehnen zusätzliche Massnahmen kritisch ab.

Kommentare

User #4350 (nicht angemeldet)

VW war mal gut, aber das war einmal...

User #5705 (nicht angemeldet)

Richtig so. Die wollten das ja auch so. Warum wird jetzt gejammert

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