Die Chipkrise hat den US-Autobauer General Motors ausgebremst. Der den Aktionären zuzurechnende Reingewinn halbierte sich im dritten Quartal fast auf 2,4 Milliarden Dollar, wie der Detroiter Autokonzern am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatten etwas mehr als vier Milliarden Dollar zu Buche gestanden.
General Motors
Das alte Logo von General Motors. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Zeitraum Juli bis September profitierte der grösste US-Autobauer von höheren Preisen für Pickups und SUV und von guten Geschäften seiner Finanz- und Leasingtochter GM Financial.

Auch eine milliardenschwere Ausgleichszahlung des südkoreanischen Batterielieferanten LG Electronics für den Massenrückruf des Elektroautos Chevrolet Bolt sorgte dafür, dass GM auf Kurs blieb.

Konzernchefin Mary Barra zeigte sich zuversichtlich, die für das Gesamtjahr gesteckten Ziele zu erreichen. Man sehe sich auf dem besten Weg, für 2021 einen bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) am oberen Ende der in Aussicht gestellten Spanne zwischen 11,5 und 13,5 Milliarden Dollar zu erzielen, sagte Barra.

General Motors hatte den schon länger laufenden Rückruf des E-Autos Chevrolet Bolt im August auf mehr als 140.000 Fahrzeuge ausgeweitet, um wegen Brandgefahr Batteriemodule auszutauschen. Die Produktion im Montagewerk Orion im Bundesstaat Michigan ruht deshalb bis Ende Oktober, der Verkauf des Bolt wurde vorübergehend eingestellt.

Mit dem Lieferanten der Akkuzellen, dem südkoreanischen Batteriehersteller LG Electronics, einigte man sich auf die Erstattung der mit dem Rückruf zusammenhängenden Kosten von etwa zwei Milliarden Dollar. Die Produktion des Bolt soll nächste Woche mit begrenzten Stückzahlen wieder anlaufen. An seinem Partner LG will GM dennoch festhalten. Der US-Autobauer will in den USA mehrere Batteriezellfabriken hochziehen und baut auf die Zusammenarbeit mit den Koreanern.

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