Afghanistan: Erstmals pakistanische Gefangene an Vermittler übergeben
Nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Afghanistan und Pakistan haben die islamistischen Taliban erstmals Gefangene an Vermittler aus Saudi-Arabien übergeben. Afghanistan habe die pakistanischen Soldaten während Gefechten im Oktober 2025 gefangen genommen, teilte der Sprecher der islamistischen Taliban, Sabihullah Mudschahid, auf X mit. Die Übergabe sei auf Anfrage der Vermittler erfolgt und solle den Beginn des Fastenmonats Ramadan würdigen.

Von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres war es zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan zu Gefechten gekommen. Pakistan wirft den Taliban in Afghanistan vor, Kämpfern der Pakistanischen Taliban (TTP) – die in Pakistan Anschläge verüben – Schutz zu gewähren. Kabul bestreitet das.
Friedensverhandlungen unter der Vermittlung von Katar und der Türkei brachten zuletzt keine anhaltende Einigung. Der Warenhandel zwischen Afghanistan und Pakistan kam infolge des Konflikts zum Erliegen. Zuletzt verbot die Taliban-Regierung auch die Einfuhr von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung aus Pakistan.
Für neue Spannungen sorgte erst Anfang Februar ein Anschlag mit 36 Toten auf ein schiitisches Gemeindehaus nahe Islamabad. Der Islamische Staat reklamierte den Anschlag für sich. Pakistan machte einen Afghanen als Drahtzieher für den Anschlag verantwortlich.










