Burger aus Getreide und Würstchen aus Tofu liegen auch in den USA im Trend - und sind nun ein Fall für die Justiz.
Burger King
Mittlerweile gibt es selbst bei Burger King ein Produkt, das Fleischgeschmack verspricht, aber fleischlos ist. - Getty/AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Anbieter will Alternativprodukte weiter als «Fleisch» bezeichnen dürfen.

Ein Anbieter von Fleischersatzprodukten klagt gegen ein Gesetz im Bundesstaat Arkansas, das die Bezeichnung «Fleisch» für solche Lebensmittel verbietet, selbst mit der Ergänzung «vegetarisch» oder «vegan». Die Firma Tofurkey sieht dadurch ihre verfassungsrechtlich garantierte Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Tofurkey stellt eine vor allem aus Tofu bestehende Alternative zu Truthahnfleisch (turkey) her. Hinter der am Montag eingereichten Klage stehen ausserdem die einflussreiche Bürgerrechtsorganisation ACLU, die Tierrechtsorganisation Animal Legal Defense und die Vereinigung The Good Food Institute, die sich für die Verbreitung vegetarischer Produkte einsetzt.

Tofurkey-Chef Jaime Athos erklärte, Käufer von pflanzlichen Fleischersatzprodukten träfen ihre Entscheidung nicht etwa, «weil sie betrogen werden». Vielmehr seien sie sich «der Auswirkungen des Fleischkonsums auf Gesundheit und Umwelt» bewusst.

Das Gesetz in Arkansas soll diese Woche in Kraft treten. In den Bundesstaaten Missouri, Mississippi und Louisiana sind Klagen gegen ähnliche Gesetze anhängig.

Fleischersatzprodukte sind in den USA zunehmend beliebt. Laut der Organisation The Good Food Institute legten die Verkäufe im vergangenen Jahr um 23 Prozent zu. Auch grosse Anbieter wenden sich dem Trend zu: Die Fastfoodkette Burger King testet in den USA seit April eine vegetarische Version des Whoppers, der nach Firmenangaben fast genauso schmeckt wie das Original.

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