Eurogruppen-Chef: Energiekrise droht durch Nahost-Konflikt
Eine historische Energiekrise droht laut Eurogruppen-Chef Kyriakos Pierrakakis wegen der Lage im Nahen Osten.

Der Präsident der Eurogruppe, Kyriakos Pierrakakis, warnt eindringlich vor einer historischen Notlage, berichtet «ntv. Falls die wichtige Strasse von Hormus nicht rasch wieder vollständig geöffnet wird, könnte diese Entwicklung zur grössten Energiekrise überhaupt werden.
Die Auswirkungen bei Öl und Gas könnten laut ihm sogar die Krisen der 1970er-Jahre und die Folgen des Ukraine-Kriegs übertreffen. Dieser Einschätzung schliessen sich Fachleute an, die eine massive Störung der globalen Energieversorgung beobachten, wie «Handelsblatt» berichtet.

Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), warnt ebenfalls vor einer möglicherweise schwersten Energiekrise seit Jahrzehnten, schreibt «Spiegel». Er begründet dies mit Produktions‑ und Lieferausfällen bei Öl, Gas und Treibstoffen, die alle drei vorherigen Krisen zusammen übertreffen.
Energiekrise durch Lieferengpässe verschärft
Die Strasse von Hormus gilt als zentrales Nadelöhr des globalen Energiehandels und ist derzeit faktisch geschlossen. Rund 20 bis 30 Prozent des weltweit gehandelten Öls und Gases passieren normalerweise diese Route, so «JPMorgan».
Die Blockade führt bereits zu spürbaren Engpässen und unsicheren Lieferketten auf den internationalen Märkten. Tanker liegen vielerorts still und die Versicherungskosten für den Transport sind drastisch gestiegen, wie «JPMorgan» weiter ausführt.
Angriffe im Nahen Osten haben zahlreiche Energieanlagen getroffen und stellen eine gefährliche Eskalation dar. Die Internationale Energieagentur spricht von rund 40 beschädigten Anlagen, die die Versorgung zusätzlich belasten, berichtet «Börse-Online».
Energiekrise treibt Inflation und Kosten
Alternative Transportwege können laut «JPMorgan» die Ausfälle aus der Strasse von Hormus nicht vollständig kompensieren. Bestehende Pipelines haben begrenzte Kapazitäten und könnten bei anhaltenden Angriffen ebenfalls Ziele werden.

Steigende Energiekosten belasten Industrie und Haushalte und treiben Inflation sowie Produktionskosten weltweit nach oben. Zugleich verteuern sich laut «Handelsblatt» Düngemittel und Lebensmittel, während Unsicherheit zunimmt und steigende Preise höheren Zinsdruck auslösen.
















