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    Euro bei 1.20 Dollar – deutsche Wirtschaft bangt

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Deutschland,

    Der starke Euro bereitet Exporteuren Sorgen. Der Wechselkurs übersteigt die symbolische Schwelle von 1.20 Dollar.

    dollar euro export
    Der Euro stieg auf über 1.20 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit 2021. (Symbolbild) - depositphotos

    Der Euro hat am Dienstag die psychologisch wichtige Marke von 1.20 Dollar überschritten. Dieser Kurs stellt den höchsten Stand seit Juni 2021 dar.

    Die US-Währung sackt weiter ab und belastet damit die europäische Exportwirtschaft zunehmend. Der Euro erreichte laut «Trading Economics» am 27. Januar einen Wert von 1.2025 Dollar.

    Glaubst du, dass der US-Dollar weiter an Stärke verlieren wird?

    Doch ein schwacher Dollar kommt europäischen Verbrauchern zugute. US-Importe und in Dollar gehandelte Waren wie Öl werden deutlich günstiger.

    Dollar-Schwäche durch Trump-Politik

    US-Präsident Donald Trump zeigte sich von der Dollar-Schwäche unbeeindruckt. Auf die Frage von Reportern in Iowa sagte er: «Ich glaube, es ist grossartig», berichtet «NBC News».

    Sein Kommentar verstärkte den Verkaufsdruck auf den Greenback zusätzlich. Der Dollar-Index verzeichnete laut «CNBC» den stärksten Tagesrückgang seit April 2025.

    Trump äusserte, die Währung solle «ihr eigenes Niveau finden». Er betonte, dass amerikanische Exporteure von einem schwächeren Dollar profitieren würden.

    Starker Euro bereitet Probleme für deutsche Exporteure

    «Die Dollarschwäche wirkt wie ein zusätzlicher Zoll für die Exporteure», sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei ING, laut «ZDF». Exportorientierte Firmen werden es schwerer haben, Waren ausserhalb der Eurozone zu verkaufen.

    Donald Trump Dollar Euro
    US-Präsident Donald Trump zeigt sich unbeeindruckt vom starken Wertverlust des Dollars. Der starke Euro könnte aber zum Problem werden. - keystone

    Deutsche Exporteure stehen bereits vor hohen Produktionskosten und einem schwierigen internationalen Umfel. Nun werden europäische Produkte in den USA spürbar teurer sein, wie der «Spiegel» berichtet.

    Martin Kocher von der EZB warnte laut «Trading Economics», dass weitere Eurostärke Zinssenkungen auslösen könnte. Die Märkte erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Juli auf 25 Prozent.

    Positive Aspekte der Dollar-Schwäche

    Die EZB hält derzeit den Einlagezins bei 2,00 Prozent. Analysten der «LBBW», «BayernLB» und «Helaba» prognostizieren für Ende 2026 Kurse von 1.20 bis 1.22 Dollar.

    Für europäische Verbraucher bringt der schwache Dollar auch Vorteile. US-Importe und in Dollar gehandelte Waren wie Erdöl verbilligen sich deutlich.

    An Zapfsäulen dürften die Preise sinken, berichtet das «ZDF». Reisen in Dollarländer werden ebenfalls günstiger für europäische Touristen.

    Kommentare

    User #3012 (nicht angemeldet)

    der euro ist überhaupt nicht stark, was soll der beitrag?

    User #5579 (nicht angemeldet)

    Starker Euro? Aber nur im direkten Vergleich zur Weichwährung US$. Versucht man seine €uro in richtiges Geld wie den CHF zu tauschen tränen einem die Augen.

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