EU

    EU-Kommission droht Online-Konzernen mit Milliardenstrafen und Marktausschluss

    AFP
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    Belgien,

    Die EU fordert von den Digitalkonzernen, besser gegen illegale Inhalte vorzugehen. Brüssel will die Regeln für Google und Facebook hart durchsetzen.

    Logos
    Logos von grossen Internetkonzernen. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Google, Facebook und Co. sollen gegen illegale Inhalte auf ihren Plattformen vorgehen.
    • Das fordert die EU-Kommission in Brüssel.
    • Kommen die Konzerne den Forderungen nicht nach, drohen harte Sanktionen.

    Die EU-Kommission plant harte Strafen gegen Digitalkonzerne wie Google und Facebook, wenn diese nicht wie gefordert gegen illegale Inhalte auf ihren Plattformen vorgehen.

    Wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus EU-Kreisen erfuhr, sind im Entwurf für das neue Gesetz für Digitale Dienste Strafen in Höhe von bis zu sechs Prozent des Jahresumsatzes vorgesehen. In Extremfällen könnte die Kommission Unternehmen demnach vom europäischen Markt ausschliessen.

    EU nimmt Konzerne stärker in die Pflicht

    Die EU versucht seit Jahren dem Phänomen der Verbreitung von Hass- und Falschnachrichten im Internet Herr zu werden. Bislang setzte die Kommission dabei vor allem auf freiwillige Zusammenarbeit mit den Anbietern. Damit soll nun bald Schluss sein. Das Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act - DSA), das am Dienstag vorgestellt wird, soll die Unternehmen stärker in die Pflicht nehmen.

    Die Höchststrafen sind nach AFP-Informationen vorgesehen «im Falle von schwerwiegenden und wiederholten Gesetzesverstössen, die die Sicherheit der europäischen Bürger gefährden». Plattformanbieter sollen künftig etwa dazu verpflichtet werden, «terroristische Inhalte» wie Aufrufe zu Anschlägen oder Anleitungen zum Bau von Bomben innerhalb einer Stunde aus dem Netz zu entfernen.

    Die Pläne der Kommission müssen nach ihrer Vorstellung noch im Rat der Mitgliedstaaten und im EU-Parlament diskutiert und angenommen werden. Ein fertiges Gesetz dürfte es frühestens in einem oder mehreren Jahren geben.

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