Europa kämpft gegen immer heftigere Waldbrände
Mehrere Länder in Europa kämpfen derzeit gegen schwere Waldbrände. Forschende sehen den Klimawandel als wichtigen Faktor für die zunehmende Brandgefahr.

In Europa kämpfen Einsatzkräfte weiterhin gegen schwere Waldbrände, die durch anhaltende Hitze, Trockenheit und starken Wind begünstigt werden. Besonders betroffen sind derzeit Frankreich und Spanien, während auch Griechenland, die Türkei und weitere Regionen mit zahlreichen Bränden ringen.
Nach Berechnungen der Organisation World Weather Attribution treten extreme Brandbedingungen heute deutlich häufiger auf als noch vor der Industrialisierung. In Frankreich seien sie mindestens doppelt, in Spanien sogar mindestens zwanzigmal wahrscheinlicher geworden als unter früheren Klimabedingungen.
Wie die «taz» berichtet, entspannt sich die Lage in Frankreich und Spanien stellenweise wieder, während andere Regionen weiter betroffen bleiben. Die Forschenden betonen zugleich, dass die aktuellen Berechnungen eher vorsichtige Schätzungen zur Entwicklung des Brandrisikos darstellen.
Europa spürt Folgen des Klimawandels
Fachleute rechnen künftig mit häufigeren und intensiveren Waldbränden sowie einer Waldbrandsaison, die vielerorts deutlich früher beginnen dürfte als bisher. Auch Regionen nördlich der bisherigen Risikogebiete könnten künftig häufiger von langanhaltender Trockenheit und grossen Bränden betroffen sein.
Nach Einschätzung von Wissenschaftlern reichen zusätzliche Löschflugzeuge und moderne Technik allein für einen wirksamen Schutz langfristig nicht mehr aus. Gefordert werden unter anderem widerstandsfähigere Mischwälder, gezieltes Vegetationsmanagement und umfassende Aufklärung über menschlich verursachte Brandgefahren.
Laut dem «BR» entstehen die meisten Waldbrände durch menschliches Verhalten und nicht durch natürliche Ursachen wie Blitzeinschläge allein. Vorsicht im Umgang mit Feuer und eine bessere Prävention gelten deshalb als wichtige Bausteine für den künftigen Waldbrandschutz.
Europa setzt auf gemeinsame Hilfe
Mehrere europäische Staaten unterstützen betroffene Länder mit Löschflugzeugen, Hubschraubern sowie spezialisierten Einsatzkräften für die Brandbekämpfung vor Ort. Auch Deutschland beteiligt sich mit Bundeswehr-Hubschraubern in Frankreich und Feuerwehrkräften, die nach Spanien entsandt wurden.

Die Europäische Union koordiniert die Hilfe über das gemeinsame Katastrophenschutzverfahren und ergänzt sie mit dem Einsatzprogramm rescEU. Dadurch können Personal und Material schneller in besonders betroffene Gebiete verlegt und grenzüberschreitende Einsätze besser abgestimmt werden.
Wie das «Auswärtige Amt» betont, gewinnt neben internationaler Zusammenarbeit auch die langfristige Vorsorge zunehmend an Bedeutung. Mit Klimaschutz, Frühwarnsystemen und einer besseren Waldpflege sollen Schäden künftig möglichst früh begrenzt und Brände wirksamer verhindert werden.












