Hegseth dementiert Berichte über Munitionsmangel
Verteidigungsminister Pete Hegseth weist ein CNN-Bericht über stark geschrumpfte US-Raketenbestände zurück – und schiesst auf der Plattform X scharf zurück.

Mitten im anhaltenden Iran-Krieg sorgt ein brisanter CNN-Bericht für Wirbel in Washington. Wie «ZDFheute» berichtet, weist US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Meldung als Falschinformation zurück.
Auf der Plattform X schrieb Hegseth zu einem CNN-Sendebanner: «Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch.» Dazu postete er ein Foto des Fernsehbildschirms und sprach von Fake-News-Medien.
CNN hatte sich laut den «Salzburger Nachrichten» auf Militärquellen berufen, die vor einem «gefährlich niedrigen» Stand der Munitionsreserven warnten. Die Meldung löste umgehend eine scharfe Reaktion aus dem Pentagon aus.
Hegseth gegen CNN
Der US-Sender berief sich laut «ZDFheute» auf zwei mit dem jüngsten Bestandsbericht vertraute Quellen. Demnach soll das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands aufgebraucht haben.
Beim Raketenabwehrsystem THAAD – das Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen kann – sowie bei Patriot-Abwehrraketen sei rund die Hälfte eingesetzt worden. Hegseth bezeichnete diese Darstellung als unzutreffend.
Auch die «Salzburger Nachrichten» zitieren Hegseth mit den Worten: «Wir hassen die Fake-News-Medien noch nicht genug.» Sein Dementi fiel damit ausgesprochen scharf aus.
Was Experten schätzen
Die Denkfabrik Center for Strategic & International Studies (CSIS) in Washington kommt zu anderen Zahlen als die US-Regierung. Laut «ZDFheute» schätzte das CSIS Ende Juli noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen: Vor dem Krieg sollen es 2300 gewesen sein.

Beim THAAD-System ging CSIS vor dem Krieg von 452 Raketen aus; Ende Juli seien noch bis zu 278 übrig geblieben. Laut «Tachles» habe das Pentagon zudem rund 40 Prozent seiner THAAD-Bestände und über die Hälfte seiner Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt.
Das Weisse Haus verwies auf eine Erklärung von Präsident Trump. Demnach verfügten die USA über «weit mehr Munition als jeder andere auf der Welt» und «weit mehr, als wir benötigen».












