Hegseth dementiert Berichte über Munitionsmangel

Esada Kunic
Esada Kunic

USA,

Verteidigungsminister Pete Hegseth weist ein CNN-Bericht über stark geschrumpfte US-Raketenbestände zurück – und schiesst auf der Plattform X scharf zurück.

Pete Hegseth
Im Iran-Krieg sollen laut CNN die US-Raketenbestände gefährlich gesunken sein. Hegseth widerspricht vehement und greift CNN an. - keystone

Mitten im anhaltenden Iran-Krieg sorgt ein brisanter CNN-Bericht für Wirbel in Washington. Wie «ZDFheute» berichtet, weist US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Meldung als Falschinformation zurück.

Auf der Plattform X schrieb Hegseth zu einem CNN-Sendebanner: «Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch.» Dazu postete er ein Foto des Fernsehbildschirms und sprach von Fake-News-Medien.

Glaubst du, dass die USA im Iran-Krieg einen ernsthaften Munitionsmangel haben?

CNN hatte sich laut den «Salzburger Nachrichten» auf Militärquellen berufen, die vor einem «gefährlich niedrigen» Stand der Munitionsreserven warnten. Die Meldung löste umgehend eine scharfe Reaktion aus dem Pentagon aus.

Hegseth gegen CNN

Der US-Sender berief sich laut «ZDFheute» auf zwei mit dem jüngsten Bestandsbericht vertraute Quellen. Demnach soll das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands aufgebraucht haben.

Beim Raketenabwehrsystem THAAD – das Kurz- und Mittelstreckenraketen abfangen kann – sowie bei Patriot-Abwehrraketen sei rund die Hälfte eingesetzt worden. Hegseth bezeichnete diese Darstellung als unzutreffend.

Auch die «Salzburger Nachrichten» zitieren Hegseth mit den Worten: «Wir hassen die Fake-News-Medien noch nicht genug.» Sein Dementi fiel damit ausgesprochen scharf aus.

Was Experten schätzen

Die Denkfabrik Center for Strategic & International Studies (CSIS) in Washington kommt zu anderen Zahlen als die US-Regierung. Laut «ZDFheute» schätzte das CSIS Ende Juli noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen: Vor dem Krieg sollen es 2300 gewesen sein.

Pete Hegseth
CNN warnt vor gefährlich niedrigen US-Munitionsreserven im Iran-Krieg – Hegseth spricht von Falschmeldung. - keystone

Beim THAAD-System ging CSIS vor dem Krieg von 452 Raketen aus; Ende Juli seien noch bis zu 278 übrig geblieben. Laut «Tachles» habe das Pentagon zudem rund 40 Prozent seiner THAAD-Bestände und über die Hälfte seiner Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt.

Das Weisse Haus verwies auf eine Erklärung von Präsident Trump. Demnach verfügten die USA über «weit mehr Munition als jeder andere auf der Welt» und «weit mehr, als wir benötigen».

Kommentare

User #2265 (nicht angemeldet)

staune immer wieder , leute übernehmen ämter, ohne erfahrung , nicht nur dort, willst einen job musst was bringen

User #3810 (nicht angemeldet)

Der Kriegsminister hat eh keine Ahnung. Da traue ich den Aussagen von US-Generälen und Admirälen eher...

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