Die deutschen Exporterwartungen stiegen im Juni auf den höchsten Wert seit Januar 2011. Profitiert wird von den weltweiten Nacholeffekten nach Corona.
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Container werden in Dortmund verladen. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Aussichten für die deutsche Exportwirtschaft sind glänzend.
  • Der Export profitiert laut dem Ifo-Institut von den Nachholeffekten der Corona-Krise.
  • Fast alle Branchen rechnen mit steigenden Exportzahlen.

Die deutschen Exporteure blicken so optimistisch auf ihr künftiges Geschäft wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Exporterwartungen der Industrie stiegen im Juni auf den höchsten Wert seit Januar 2011. Dies teilte das Münchner Ifo-Institut am Freitag mit. «Die Exportwirtschaft profitiert unter anderem von den weltweiten Nachholeffekten der Corona-Krise», sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Fast alle Branchen rechneten mit steigenden Exporten. Eine Ausnahme sind demnach die Bekleidungshersteller, die rückläufige Auslandsumsätze erwarten. «In der Automobilindustrie haben sich die Exporterwartungen nach dem Rückschlag im Vormonat wieder erholt», erläuterte Fuest. Gleiches gelte für die Hersteller von Nahrungsmitteln.

Elektrobranche und Maschinenbau ebenfalls gut aufgestellt

Weiter sehr gut aufgestellt seien die Elektrobranche und der Maschinenbau. In der chemischen Industrie sowie der Möbelbranche dürften die Zuwächse an Auslandaufträgen allerdings etwas kleiner ausfallen als zuletzt.

Trotz Inflationssorgen lässt die deutsche Wirtschaft nach dem Lockdown-Ende die Pandemie-Krise allmählich hinter sich. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Juni auf den höchsten Stand seit November 2018. Das erklärte das Ifo am Donnerstag zu seiner monatlichen Umfrage unter rund 9000 Managern.

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