Nach dem Verlust des Vorjahres steigert die Alpiq Holding AG ihren Umsatz um die Hälfte und kann einen Gewinn verbuchen.
Die Sparte «Building Technology & Design», mit fast 5200 der insgesamt 8500 Alpiq-Angestellten, wird an der Bilanzmedienkonferenz im Fokus der Gespräche stehen.
Die Sparte «Building Technology & Design», mit fast 5200 der insgesamt 8500 Alpiq-Angestellten, wird an der Bilanzmedienkonferenz im Fokus der Gespräche stehen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Alpiq verbucht einen Gewinn im ersten Halbjahr 2021.
  • Im Vorjahr musste der Energiekonzern einen Verlust von 84 Millionen einstecken.

Die Alpiq Holding AG hat im ersten Halbjahr 2021 den Umsatz um fast die Hälfte gesteigert. Nach dem Verlust des Vorjahres konnte der Energiekonzern unter dem Strich einen Gewinn verbucht. Das Ergebnis für das Gesamtjahr dürfte dennoch unter dem Vorjahr liegen.

Der Nettoumsatz der Gruppe stieg im vergangenen Semester um 48 Prozent auf 2,66 Milliarden Franken, wie Alpiq am Donnerstag mitteilte.

Auf Stufe Betriebsergebnis (EBITDA) resultierte vor Sondereinflüssen ein Ergebnis in Höhe von 80 Millionen Franken.

Die Alpiq Holding AG schreibt einen 54 Millionen Reingewinn

Im ersten Semester des vergangenen Jahres hatte Alpiq noch 33 Prozent mehr eingenommen, nach Sondereinflüssen drehte sich das Betriebsergebnis (Vorjahr: -5 Mio) allerdings mit 185 Millionen nun deutlich ins Positive. Unter dem Strich schrieb Alpiq einen Reingewinn von 54 Millionen Franken nach einem Verlust von 84 Millionen des Vorjahres.

Alle drei Geschäftsbereiche der Alpiq Holding AG trugen laut Mitteilung positiv zum Ergebnis bei. Die Schweizer Stromproduktion sei mit 15 Millionen wie erwartet unter der Vorjahresperiode gelegen (48 Mio). Wegen der späten Schneeschmelze in den Schweizer Alpen habe Alpiq weniger Strom aus Wasserkraft produziert. Hinzu sei die wegen der Coronapandemie ins Jahr 2021 verschobene Revision des Kernkraftwerks Leibstadt gekommen.

Für 2021 dürfe das operative Ergebnis weiterhin positiv bleiben

Bei der internationalen Stromproduktion stieg der Betriebsgewinn auf 42 Millionen gegenüber 28 Millionen im Vorjahr. Beim dritten Geschäftsbereich Energiehandel lag das Betriebsergebnis mit 41 Millionen unter Vorjahr (61 Mio). Das Kreditrisiko bei einigen Gegenparteien habe zugenommen, was das operative Ergebnis entsprechend belastete. Grund dafür sei der stark gestiegenen Energiepreise im ersten Semester 2021.

Zusammen mit den Geschäftsergebnissen des ersten Halbjahres gab Alpiq auch eine Personalie bekannt. Laut der Mitteilung verlässt der Leiter Digital & Commerce, Michel Kolly, das Unternehmen nach 15 Jahren. Kolly war auch Mitglied in der Geschäftsleitung der Gruppe. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger habe begonnen.

Für 2021 rechnet Alpiq weiterhin mit einem positiven operativen Ergebnis, das aber unter den 262 Millionen vom Vorjahr liegen dürfte.

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