Forschungsteam entwickelt Gesichtserkennungsprogramm für Bären

    Keystone-SDA
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    Lausanne,

    Gesichtserkennung für Bären: Ein Lausanner Forschungsteam hat ein KI-Programm entwickelt, das einzelne Braunbären voneinander unterscheiden kann.

    Braunbären
    Im Herbst dick, im Frühling mager: Braunbären verändern sich im Jahresverlauf stark. Umso schwieriger ist es, die einzelnen Bären voneinander zu unterscheiden. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Lausanner Forschungsteam hat ein Gesichtserkennungsprogramm für Bären entwickelt.
    • Die Erkennung soll auch bei Gewichtsverlust oder -zunahme der Tiere funktionieren.
    • Das KI-Programm wurde mit Fotos verschiedener Braunbären auf die Wiederkennung trainiert.

    Mit einem KI-Programm sollen Braunbären künftig voneinander unterschieden werden. Ein Lausanner Forschungsteam hat ein solches System entwickelt.

    Das Programm funktioniert auch, wenn die Bären nach dem Winterschlaf abgemagert sind. Auch das Fett, das sich die Tiere für den Winter anfressen, soll kein Problem sein.

    Wie die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne (EPFL) am Donnerstag mitteilte, soll das System die Wildtierforschung und den Artenschutz erleichtern.

    Forschende nutzten Merkmale, die sich kaum verändern

    Die visuelle Unterscheidung von Braunbären erfordere jahrelange Erfahrung und ein geschultes Auge, so die Hochschule.

    Erschwerend komme hinzu, dass Bären in Alaska im Frühjahr mit zotteligem Fell und deutlichem Gewichtsverlust aus dem Winterschlaf kämen. Anschliessend legen sie beim Lachsfang erheblich an Gewicht zu und verlieren gleichzeitig ihr Winterfell.

    An dem Projekt waren nebst der EPFL auch die in Anchorage ansässige Alaska Pacific University beteiligt. Um ihr Erkennungsprogramm zu entwickeln, konzentrierten sich die Forschenden auf Merkmale, die sich im Laufe der Zeit wenig verändern.

    Dazu gehören die Form der Schnauze, der Winkel der Stirnknochen und die Position der Ohren. Entscheidend ist laut den Forschenden die Kombination dieser Merkmale mit der Körperhaltung der Tiere.

    KI-Programm wurde mit Fotos «trainiert»

    Trainiert wurde das Programm mit über 72'000 Fotos von 109 verschiedenen Braunbären. Die Bilder wurden zwischen 2017 und 2022 in einem Wildschutzgebiet in Alaska aufgenommen.

    In einem ersten Test wurde die KI mit Fotos gespeist. Diese wurden von Besucherinnen und Besuchern aus dem nahegelegenen Katmai-Nationalpark aufgenommen.

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    Das Programm konnte mehrere Bären aus dem Schutzgebiet wiedererkennen und so deren saisonale Wanderungen auf der Suche nach Nahrung nachweisen.

    Die Technologie soll auch bei anderen Tierarten anwendbar sein und zeigte bei Tests mit Makaken bereits eine hohe Genauigkeit.

    Veröffentlicht haben die Forschenden die Technologie in der Fachzeitschrift «Current Biology». Der Algorithmus wurde zudem auch open source veröffentlicht, damit andere Forschungsgruppen ihn nutzen können.

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    Kommentare

    User #1478 (nicht angemeldet)

    Gestern habe ich ein gestelltes Video aus der Tundra, na halt aus dem tiefsten Russland mit einer alten Frau auf YouTube angesehen die ein Bären junges im eisigen Winter zu sich reinholte und am nächsten Tag hat es die Bären Mama wieder abgeholt. War interessant anzusehen, aber der Wahrheit Gehalt hätte mich schon Interessiert. Nun die Jungen Russen wissen auch schon wie man mit den neuen Medien Geld verdient... klick, klick

    User #3766 (nicht angemeldet)

    lasst die tiere in ruhe damit und uns auch

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