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    Deutsche Regierung plant keine Abwehr von Unicredit

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Die Bundesregierung plant keine Abwehr gegen eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch Unicredit.

    Unicredit erwarb über Finanzinstrumente den Zugriff auf weitere 11,5 Prozent der Commerzbank-Anteile. (Archivbild)
    Die Unicredit hat die Option gesichert, ihren Anteil an der Commerzbank aufzustocken, was eine feindliche Übernahme zur Folge haben könnte. (Archivbild) - Helmut Fricke/dpa

    Die Unicredit hat sich die Option gesichert, ihren Anteil an der Commerzbank aufzustocken. Es droht eine feindliche Übernahme. Ein Regierungssprecher verweist auf die Eigenständigkeit der Akteure.

    Die Bundesregierung hat nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Hebestreit keine Pläne, eine mögliche Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit abzuwehren. Die Commerzbank sei eine sehr wichtige Bank für die deutsche Wirtschaft, sagte Hebestreit in Berlin. Eine eigenständige Strategie sei wichtig für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

    «Sache der Kapitalmarktakteure»

    Es gebe aber keine weiteren Überlegungen, etwas abzuwehren. Das sei «Sache der Kapitalmarktakteure». Die Unicredit hat den Teilausstieg des Bundes genutzt und ist im grossen Stil bei der Commerzbank eingestiegen.

    Zuletzt hat sie sich über Finanzinstrumente die Option gesichert, ihren Anteil von neun auf 21 Prozent aufzustocken. Damit wäre die Unicredit mit Abstand grösster Aktionär. Vor dem Bund, der rund zwölf Prozent hält.

    Scholzs Ablehnung und Kochs Kritik

    Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lehnt den Übernahmeversuch der Unicredit ab. Er sprach jüngst von einer «unfreundlichen Attacke». Der Bund hat entschieden, bis auf Weiteres keine Commerzbank-Aktien mehr zu verkaufen. Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch hatte die Bundesregierung zuvor aufgefordert, die Übernahme der Commerzbank durch Unicredit zu verhindern.

    Es sei «ziemlich einmalig, dass die Bundesrepublik als eine der grösste Wirtschaftsmächte der Erde bei einer ihrer grössten Banken ihres Landes Anteilsverkäufe avisiert und diese dann zu einer feindlichen Übernahme führen. Weil man die Ausschreibung nicht so gestaltet hat, dass kein einzelner Übernehmer alles bekommt.» Dies sagte Koch der «Berliner Zeitung». «Das war sehr fahrlässig.»

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