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Nidwaldner Regierung will Vakanzen im Sozialamt bis Sommer besetzen

Keystone-SDA Regional
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Nidwalden,

Im Nidwaldner Sozialdienst sind derzeit 225 Stellenprozente offen. Der Regierungsrat will diese bis im Sommer wieder besetzen und bis dahin auf temporäres Personal zurückgreifen. Dafür beantragt er einen Nachtragskredit von 400'000 Franken.

Der zuständige Regierungsrat Peter Truttmann (GLP) will offene Stellen im Nidwaldner Sozialdienst bis im Sommer besetzen. (Archivbild)
Der zuständige Regierungsrat Peter Truttmann (GLP) will offene Stellen im Nidwaldner Sozialdienst bis im Sommer besetzen. (Archivbild) - KEYSTONE/URS FLUEELER

Diese Schritte kündigte die Regierung am Freitag in einer Mitteilung an. Damit nimmt sie Stellung zu einer Interpellation von Elena Kaiser (Grüne), die der Landrat vor Weihnachten einstimmig für dringlich erklärt hatte. Die Interpellantin beklagte insbesondere die Personalsituation und bezeichnete die Lage als «mehr als prekär».

Der Regierungsrat räumte in der Mitteilung ein, «dass das Sozialamt vor personellen Herausforderungen steht». Die Fluktuation, krankheitsbedingte Ausfälle und der «angespannte Arbeitsmarkt» hätten zu den Vakanzen geführt. Die Regierung will nun eine Job-Kampagne lancieren, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen.

Wie Kaiser weiter kritisierte, werde wichtige Arbeit für schwächere Mitglieder der Gesellschaft nicht mehr vollumfänglich geleistet. So bestehe etwa in der wirtschaftlichen Sozialhilfe eine Warteliste. Betroffene Personen erhielten über längere Zeit keine oder erst rückwirkend finanzielle Unterstützung.

Der Sozialdienst habe Verzögerungen bei der Bearbeitung von Dossiers bis anhin «weitgehend vermieden», schrieb hingegen die Regierung in ihrer Mitteilung. Seine Aufgaben erfülle der Sozialdienst weiter zuverlässig. Dies dank des Efforts des Personals, «gezielten Optimierungen von Abläufen» sowie dem Austausch mit den Gemeinden.

Für Kritik sorgte auch die Situation in den neu gestalteten Räumlichkeiten. Die Grossraumbüros bieten gemäss Interpellation «sehr wenig Privatsphäre». 20 Mitarbeitende teilen sich eine Telefonzelle, in der vertrauliche Gespräche geführt werden können.

Es seien bereits konkrete Anpassungen getroffen worden, um die Arbeitsumgebung zu verbessern, schrieb die Regierung in der Mitteilung. In der ebenfalls publizierten Antwort auf den Vorstoss wies sie darauf hin, dass eine zweite Telefonkabine im Budget 2026 vorgesehen ist.

Durch den Umbau sei die Zahl der Besprechungs- und Sitzungszimmer zudem von zwei auf neun gestiegen. Die Auslastung dieser Zimmer lag im November 2025 bei 37 Prozent.

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