Virusbedingte Einschränkungen und hohe Rohstoffpreise drücken Chinas Industrietätigkeit und lassen den Dienstleistungssektor schrumpfen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (PMI) fiel im August auf 50,1 von 50,4 im Juli, wie die Daten des Nationalen Statistikamtes (NBS) am Dienstag zeigten.
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Die Industrie Chinas war im Februar 2020 stark eingebrochen. Das Coronavirus hinterliess seine Spuren. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/AP CHINATOPIX

Das Wichtigste in Kürze

  • Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 50,2 Punkte gerechnet.

Jenseits der 50er Marke beginnt der Wachstumsbereich. Die chinesische Wirtschaft hatte sich bereits weitgehend von der Pandemie erholt, sah sich jedoch in den vergangenen Monaten mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Rohstoffmangel führte zu Störungen der Lieferkette und trieb die Preise in die Höhe, die auf das Gewinnwachstum der Industrieunternehmen drückten. Durch Massnahmen zur Zügelung des Immobilienmarkts und eine Kampagne zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen verlor die Erholung weiter an Kraft.

Der Indikator für die Aktivität im Dienstleistungssektor schrumpfte im August zum ersten Mal seit dem Höhepunkt der Pandemie im Februar letzten Jahres. Der offizielle PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe lag im August bei 47,5 und damit deutlich unter dem Wert von 53,3 vom Juli, wie aus NBS-Daten hervorging. Die jüngsten Ausbrüche Virus in China scheinen nun weitgehend unter Kontrolle gebracht worden zu sein. Die Volksrepublik meldete den dritten Tag in Folge keine lokal übertragenen Fälle.

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