Rund 40 Tote und 115 Verletzte nach Brand in Crans-Montana VS
Tragödie im Wallis: In der Silvesternacht ist in einer Bar in Crans-Montana VS ein Grossbrand ausgebrochen. 40 Menschen haben ihr Leben verloren.
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Das Wichtigste in Kürze
- In einer Bar im Nobel-Ferienort Crans-Montana kam es zu einer Tragödie.
- Bei einer Silvesterfeier brach ein Feuer aus.
- 40 Menschen sind dabei gestorben, 115 Personen sind verletzt.
- Das Gebiet ist vollständig gesperrt. Es gilt die besondere Lage.
Im Walliser Nobel-Ferienort Crans-Montana ereignete sich in der Silvesternacht eine Tragödie.
In der Bar «Le Constellation» brach gegen 1.30 Uhr ein Feuer aus. Dabei gab es 40 Tote sowie rund 115 Verletzte.

Zum Zeitpunkt des Brandes seien mehrere hundert Personen in der Bar gewesen, erklärt Polizeisprecher Gaëtan Lathion gegenüber Nau.ch.
Bei dem Feuer kamen mehrere Dutzend Menschen ums Leben, und rund 115 wurden verletzt, teilweise schwer.
Nach der Brandkatastrophe sind die meisten der rund 115 zu einem grossen Teil schwerverletzten Opfer am Donnerstag ins Spital Wallis gebracht worden. Dessen Intensivstation ist voll.
Das Spital Wallis habe sofort den Katastrophen-Plan aktiviert, sagte der Walliser SP-Staats Matthias Reynard am Donnerstag vor den Medien.
Einige Verletzte würden so bald als möglich in die spezialisierten Universitätsspitäler versetzt.
Der Kanton Wallis hat die besondere Lage ausgerufen.
Die Walliser Behörden sprechen von einem plötzlichen Brand in der Silvesternacht in einer Bar von Crans-Montana, einem sogenannten Flashover. Dieses sich plötzlich ausbreitende Feuer habe eine oder mehrere Explosionen ausgelöst.
Unter einem Flashover kann der schlagartige Übergang von einem lokal begrenzten Feuer zu einem Vollbrand verstanden werden.
Ein Brand kann beispielsweise bei einem Gerät in einem Raum beginnen. Staut sich Hitze an der Decke eines Raumes, breiten sich Rauchgase im Raum aus, und es wird sehr schnell mehrere hundert Grad heiss.
Überleben kaum noch möglich
Das kann dazu führen, dass schlagartig weitere brennbare Gegenstände gleichzeitig zu brennen beginnen und sich die Flammen rasend schnell ausbreiten. Ist es soweit, ist ein Überleben kaum noch möglich. Die Situation ist auch für ausgerüstete Feuerwehrleute lebensgefährlich.

Die Bar bietet Platz für bis zu 400 Personen.
Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud konnte zum Brandherd in der Bar keine Angaben machen. Dafür sei es noch viel zu früh, sagte sie zur Frage eines Journalisten.
Für Familienmitglieder und Angehörige der Opfer wurde eine Helpline unter der Telefonnummer 084 811 21 17 in Betrieb genommen.















