China setzt Militärmanöver rund um Taiwan fort

Keystone-SDA
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China hat sein grosses Militärmanöver rund um Taiwan am zweiten Tag mit weiteren Übungen unter Einbeziehung von Raketen fortgesetzt. Wie das chinesische Militär mitteilte, wurden Schiessübungen mit scharfer Munition durchgeführt sowie ein simulierter gemeinsamer Langstreckenangriff von Heer, Marine, Luftwaffe und Raketentruppen geübt.

Taiwan
Kampfflugzeuge vom Typ Mirage 2000 der taiwanesischen Luftwaffe bereiten sich am 29. Dezember 2025 auf einem Luftwaffenstützpunkt in Hsinchu, Taiwan, auf den Start vor. - keystone

Zum Einsatz kamen demnach rund um Taiwan zudem Zerstörer, Fregatten, amphibische Angriffsschiffe sowie Kampf- und Bomberflugzeuge. Auch habe das Militär Übungen zur Einnahme wichtiger Häfen abgehalten.

Nach Angaben des taiwanischen Verteidigungsministeriums feuerten Einheiten der Volksbefreiungsarmee aus der chinesischen Küstenprovinz Fujian Langstreckenartillerie ab, die in zuvor ausgewiesenen Zonen nahe der 24-Seemeilen-Linie vor Taiwan – einer völkerrechtlich definierten Anschlusszone an die Hoheitsgewässer – einschlugen.

Es handele sich um «provokative und rücksichtslose Handlungen», die nicht nur Frieden und Stabilität in der Region schwer beeinträchtigten, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken sowie Störungen für Schifffahrt, Handel und Flugrouten mit sich brächten, hiess es aus Taiwan.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Taipeh wurden bis Dienstagmorgen innerhalb eines Tages 130 Einsätze chinesischer Militärflugzeuge und Drohnen rund um die Insel registriert. Das ist der zweithöchste Wert für einen solchen Zeitraum. Nur im Oktober 2024 wurden während des Manövers «Joint Sword 2024B» mit 153 Flügen noch mehr Aktivitäten gezählt.

Zusätzlich registrierte Taiwan 14 chinesische Kriegsschiffe, acht weitere staatliche Schiffe sowie einen Höhenballon.

China hatte das Manöver am Montag unter dem Codenamen «Mission Gerechtigkeit 2025» begonnen. Peking bezeichnete die Übungen als «ernste Warnung» an «separatistische Kräfte».

Seit 2022 hat China mehrfach grosse Militärübungen dieser Art rund um Taiwan abgehalten. Beobachter sehen in dem aktuellen Manöver auch eine Reaktion auf jüngst von den USA genehmigte Waffenlieferungen an Taiwan. Zugleich verschärften sich zuletzt die Spannungen mit Japan, nachdem die Regierung in Tokio erklärt hatte, die Sicherheit Taiwans sei eng mit der Sicherheit Japans und der Region verbunden.

China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets, obwohl die Insel eine von Peking unabhängige und demokratisch gewählte Regierung hat. Die Volksrepublik will sich Taiwan einverleiben und droht mit dem Einsatz des Militärs, sollte dies nicht auf friedlichem Wege gelingen.

Kommentare

User #1811 (nicht angemeldet)

In 6 Wochen macht dann Südkorea mit den USA Übungen vor Nordkorea...Hauptsache der weltweite Waffenmüllhandel wird dem 🐑 geschmeidig gemacht. 11 bio USD/ jahr für Militär und 1.2 bio USD für Entwicklungshilfe... Wie die Welt doch aussehen würde wenn man nicht den Menschen deren Häuser und Infrastruktur zerbombt...um Waffen zu verkaufen und Rohstoffe zu klauen. Wünsche einen guten Rutsch

User #3014 (nicht angemeldet)

Einfach nur traurig dieses Gebühren der Chinesen !

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