Die Bundesregierung arbeitet nach Angaben mehrerer Minister daran, Russland als Konsequenz aus dem Ukraine-Angriff vom internationalen Banken-Kommunikationssystem Swift auszuschliessen. «Wir arbeiten daran, Russland so vom Swift-System abzukoppeln, dass Kollateralschäden möglichst klein bleiben», erklärte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) am Samstag auf Twitter.
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Ukraine-Krieg. Demonstrierende in Hamburg fordern den Ausschluss Russlands aus dem Finanzkommunikationssystem Swift. - sda - Keystone/dpa/Markus Scholz

Ähnlich formulierten es Aussenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck (beide Grüne) in einem vom Auswärtigen Amt auf Twitter verbreiteten Zitat.

«Gleichzeitig arbeiten wir mit Hochdruck daran, wie die Kollateralschäden einer Abkopplung von SWIFT so eingegrenzt werden können, dass sie die Richtigen trifft. Was wir brauchen, ist eine gezielte und funktionale Einschränkung von SWIFT.»

Swift ist ein System zum Datenabgleich zwischen Banken bei internationalen Zahlungen. Ein Ausschluss Russlands gälte als sehr weitreichende Sanktion, weil damit russische Banken praktisch vom globalen Finanzsystem abgeschnitten würden.

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