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    Bosch setzt auf Milliardenmarkt mit Robotik und KI

    Keystone-SDA
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    Angesichts einer massiven Ertragskrise im klassischen Automobilgeschäft setzt der deutsche Technologiekonzern Bosch künftig stärker auf einen rasant wachsenden Zukunftsmarkt: die Automatisierung und humanoide Robotik.

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    Bosch setzt in Zukunft stärker auf Automatisierung und humanoide Robotik. - keystone

    Konzernchef Stefan Hartung machte am Branchentreff «Bosch Connected World» in Berlin deutlich, dass mit dem Aufkommen humanoider Roboter der Bedarf an Bosch-Lösungen rasant steige. Er stellte in Aussicht, dieses Segment zu einem «Geschäft in Milliardenhöhe» zu entwickeln.

    Der Zulieferer-Riese will dabei nicht selbst als Hersteller humanoider Roboter auftreten, sondern als Partner das «Gehirn und Nervensystem» für diese Systeme liefern. Eine wichtige Rolle dabei spielen mikroelektromechanische Systeme (MEMS-Sensoren).

    Mit diesen Sensoren, in denen Bosch bereits Weltmarktführer ist, bekommen Roboter einen feinen Tastsinn, um etwa ein empfindliches Glas von einem robusten Gegenstand zu unterscheiden. Es ist ein höchst lukrativer Markt: Schätzungen zufolge soll das Marktvolumen für MEMS-Sensoren bis 2030 auf über 19,2 Milliarden US-Dollar anwachsen.

    Der Auftritt in Berlin findet vor einem düsteren Hintergrund statt: Bosch steckt derzeit in der Krise. Erstmals seit dem Jahr 2009 musste der Konzern für das Jahr 2025 einen Nachsteuerverlust in Höhe von 363 Millionen Euro verbuchen, nachdem sich der Gewinn im Vorjahr bereits halbiert hatte. Der Umsatz stieg 2025 lediglich leicht auf 91 Milliarden Euro.

    Die Ursachen für den Einbruch sind vielfältig: Eine schwächelnde Weltkonjunktur, neue US-Zölle und die massiv verschärfte Konkurrenz durch chinesische Anbieter belasten das Geschäft. Laut eigenem Eingeständnis ist Bosch in vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig.

    Um die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen, plant das Management einen beispiellosen Stellenabbau. Allein im Zulieferbereich sollen in den kommenden Jahren rund 22'000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Bereits bis Ende 2025 schrumpfte die deutsche Belegschaft um über fünf Prozent auf 122'968 Mitarbeitende.

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    Kommentare

    User #5443 (nicht angemeldet)

    Ist Bosch noch in Deutschland?

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