Nach CSD-Amokfahrt: Stars und Politiker zeigen sich betroffen
Nach der Amokfahrt beim Christopher Street Day in Berlin äussern sich zahlreiche Politiker und Promis. Der Tenor: Fassungslosigkeit und Solidarität.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei einer Amokfahrt beim CSD in Berlin starb eine Frau, viele wurden verletzt.
- Zahlreiche Promis und Politiker aus der Schweiz und Deutschland äussern sich.
- Die Polizei fahndet weiter nach dem mutmasslichen Täter.
Am Samstagabend fuhr am Rande des Berliner Christopher Street Day ein Fahrzeug in eine Menschenmenge nahe dem Potsdamer Platz.
Eine Frau kam dabei ums Leben, mindestens 16 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere davon lebensgefährlich. Die Polizei fahndet nach dem mutmasslichen Täter, dem 21-jährigen Abdul B., der aus der islamistischen Szene bekannt sein soll.
Solidarität aus der Schweiz
Auch hierzulande sorgt der Anschlag für Betroffenheit. Die Veranstaltenden der Bern Pride schrieben auf Instagram: «Gerade in solchen Momenten zeigt sich, was Community bedeutet: Wir tragen einander, stehen füreinander ein und lassen niemanden allein.»

Der Post richtete sich direkt an die Berliner Community: «Wir sind bei euch. In Gedanken, in Solidarität und im gemeinsamen Zusammenhalt über Grenzen hinweg.»
LGBTQ-Aktivistin Anna Rosenwasser schrieb in ihrer Story: «Der gestrige CSD Berlin wurde attackiert. Mindestens eine Person starb, ca. 14 Verletzte.»

Die Zürcher SP-Nationalrätin appellierte an ihre Community: «Bleibt bitte nicht alleine mit dieser Nachricht. Meldet euch bei euren LGBTQ-Mitmenschen.» Zudem verwies sie auf die LGBTIQ-Helpline als Anlaufstelle.
SP-Nationalrätin Tamara Funiciello schrieb: «Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben? Unsere Gedanken sind bei unserer queeren Familie in Berlin.»

Auch Rapperin Ikkimel äusserte sich, sie war selbst am Freitag beim Berliner CSD aufgetreten. Noch vor einer Woche hatte sie zudem am Gurtenfestival in Bern gespielt.
Auf Instagram schrieb sie: «Ich hoffe, ihr seid in Ordnung, ich kann es nicht fassen.» Und weiter: «Liebe ist niemals der Fehler, Angst und Hass niemals eine Antwort.»
Deutsche Politik zeigt sich erschüttert
Bundeskanzler Friedrich Merz schrieb auf Instagram: «Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft. Wir sind offen und freiheitsliebend, und das werden wir auch bewahren und verteidigen.» Die Tat werde aufgeklärt und mit aller Härte verfolgt.

Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano war selbst vor Ort am Brandenburger Tor, als der Anschlag geschah. «Heute fehlen mir die richtigen Worte», schrieb er. Er blieb bis tief in die Nacht am Tiergarten und sprach später mit dem Vorstand des Berliner CSD.
An die Community richtete er die Worte: «Für die queere Community ist das ein grosser Trauertag.»
Stimmen aus der Musik- und Sportszene
Auch aus der Musikbranche gab es zahlreiche Reaktionen. Bill Kaulitz schrieb in seiner Story: «Denke an euch alle beim Berliner CSD, die Opfer, die Freunde und die Familie.»

Die Band Die Toten Hosen postete zwei Regenbogenfahnen als stilles Zeichen der Solidarität.
Der Deutsche Fussball-Bund erinnerte an den eigenen CSD-Auftritt in Frankfurt in der Vorwoche: «Mit diesen positiven Erinnerungen im Kopf sind wir umso fassungsloser angesichts des feigen Anschlags auf den gestrigen CSD in Berlin.»

Auch der Berliner Fussballklub Hertha BSC äusserte sich: Man sei erschüttert, das Mitgefühl gelte der Familie der Verstorbenen und allen Verletzten. Der Klub stehe mit seinem Schutzkonzept weiterhin als Hilfs- und Beratungsstelle bereit.
Auch der 1. FC Union Berlin meldete sich auf Instagram zu Wort: «Der Schock sitzt tief. Unsere Herzen sind schwer.»












