Bitcoin zwischen Belastungstest und Kursrisiken

    Sandra Neumann
    Sandra Neumann

    USA,

    Bitcoin steht derzeit unter Druck. Analysten bewerten die weitere Entwicklung jedoch unterschiedlich.

    Bitcoin Kevin Warsh
    Kevin Warsh sorgt mit seinen Aussagen für Bewegung, während Bitcoin und die Finanzmärkte nachgeben. (Symbolbild) - keystone

    Die Diskussion um den Einfluss grosser Marktteilnehmer auf die Kryptowährung hat in den vergangenen Wochen deutlich an Intensität gewonnen. Besonders die umfangreichen Bestände des Unternehmens Strategy sorgen innerhalb der Krypto-Branche für anhaltende Debatten über mögliche Risiken.

    Für die Makroanalystin Lyn Alden stellen grosse Käufer jedoch keinen grundsätzlichen Schwachpunkt des Systems dar. Ihrer Ansicht nach muss Bitcoin auch starke Kapitalzuflüsse und eine zunehmende Konzentration von Beständen dauerhaft verkraften können.

    Wie «BTC Echo» berichtet, sieht Alden darin vielmehr einen wichtigen Belastungstest für die Kryptowährung und ihre Marktstruktur. Entscheidend sei nicht das Verhalten einzelner Käufer, sondern die langfristige Widerstandsfähigkeit und Stabilität des Netzwerks.

    Bitcoin muss grosse Käufer verkraften

    Die aktuelle Marktlage zeigt jedoch, dass viele Anleger zuletzt mit deutlichen Kursverlusten konfrontiert wurden. Inzwischen liegt mehr als die Hälfte des umlaufenden Bitcoin-Angebots unter dem jeweiligen Kaufpreis der Besitzer.

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    Historisch wurde diese Marke häufig erst in fortgeschrittenen Phasen grösserer Bärenmärkte erreicht. Gleichzeitig verzeichnete der Markt zuletzt aussergewöhnlich hohe Kapitalabflüsse aus börsengehandelten Bitcoin-Produkten und ETFs.

    «CVJ» zufolge wurden zudem Millionen Bitcoin zu höheren Kursen erworben als aktuell am Markt bezahlt werden. Analysten bewerten diese Entwicklung unterschiedlich und sehen sowohl Anzeichen einer Bodenbildung als auch weitere Risiken.

    Wie tief kann Bitcoin noch fallen?

    Neben den On-Chain-Daten rücken zunehmend charttechnische Signale und Nachfrageindikatoren in den Fokus der Marktbeobachter. Mehrere Kennzahlen deuten darauf hin, dass das Kaufinteresse zuletzt spürbar nachgelassen hat.

    Analysten von CryptoQuant sehen im Bereich von 53'600 US-Dollar eine mögliche langfristige Unterstützungszone für den Kurs. Gleichzeitig fehle bislang eine ausgeprägte Kapitulationsphase, die frühere Tiefpunkte häufig begleitet hatte.

    bitcoin ölpreis
    Der steigende Ölpreis belastet die Kryptomärkte und setzt Bitcoin sowie weitere Digitalwährungen unter Druck. (Archivbild) - keystone

    Wie «Der Aktionär» berichtet, warten viele Marktbeobachter deshalb weiterhin auf eindeutige Signale einer nachhaltigen Trendwende. Bis dahin dürfte die Gefahr weiterer Kursschwankungen und erneuter Rücksetzer am Kryptomarkt bestehen bleiben.

    Kommentare

    User #2376 (nicht angemeldet)

    Meine Glaskugel ist rein - sagt nichts dazu.

    User #4093 (nicht angemeldet)

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