Billigsthändler Shein kassiert Millionenbusse in Frankreich

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Frankreich,

Frankreich hat den asiatischen Billig-Onlinehändler Shein mit einer Strafe in Höhe von 22 Millionen Euro belegt.

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Shein muss in Frankreich eine Millionenbusse bezahlen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Shein muss in Frankreich umgerechnet 20 Millionen Franken Strafe bezahlen.
  • Dem asiatischen Billig-Onlinehändler werden fehlende Kundeninfos vorgeworfen.
  • Das Unternehmen will die Strafe anfechten.

Der asiatische Billig-Onlinehändler Shein wird in Frankreich mit einer Strafe in Höhe von 22 Millionen Euro (über 20 Millionen Franken) belegt.

Grund dafür sind Verstösse gegen das Widerrufsrecht und fehlende Informationen für Konsumenten. Das teilte die Wettbewerbs- und Anti-Betrugs-Behörde DGCCRF mit Sitz in Paris mit.

Das Shoppingportal spricht von einer «klar unverhältnismässigen und diskriminierenden» Strafe, die man nicht hinnehmen wolle.

Im vergangenen Jahr war geprüft worden, ob Shein die Konsumentenschutzverordnung einhalte. Die Behörde wirft dem Online-Riesen vor, dass dies in zahlreichen Punkten nicht der Fall sei.

Shein habe Verkaufsbestätigungen versandt, die nicht konform waren. So fehlten Preis, Datum, Lieferzeitraum, Informationen zum Verkäufer und zur Garantie sowie zum Widerrufsrecht.

Shein will Strafe anfechten

Das Widerrufsrecht sei auch nicht eingehalten worden. Käuferinnen und Käufer hätten nicht unter den vorgesehenen Bedingungen vom Verkauf zurücktreten können.

Auch habe Shein nicht ausreichend Informationen zu Umweltstandards von angebotenen Produkten geliefert. Etwas mit Blick auf Mikroplastik, hiess es von der Behörde.

Ein Sprecher von Shein stellte klar, dass das Unternehmen die Strafe anfechten wolle. Es sei kein Schaden für Verbraucher ersichtlich geworden.

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Die von der Behörde angemahnten Informationen seien im Kundenkonto verfügbar gewesen. Grund für ausbleibende Umweltinformationen sei ein technischer Fehler gewesen. Eine solch hohe Sanktion sei nicht zu rechtfertigen, bemängelte Shein.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Frankreich Shein eine Strafe in Höhe von 40 Millionen Euro auferlegt. Damals wegen Täuschung von Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Preisnachlässen.

Kommentare

User #4310 (nicht angemeldet)

Ganz einfach, wenn dieser Laden nicht bezahlen will, aus Frankreich verbannen.

User #1840 (nicht angemeldet)

würde man so gegen migros, coop, krankenkassen und vermieter vor gehen, wäre die Schweiz bestimmt ein schönes Land...

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