Barry Callebaut

Barry Callebaut setzt auf Wachstumsmärkte und Premiumprodukte

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Zürich,

Der mit einer Absatzflaute kämpfende Schokoladenhersteller Barry Callebaut will mit einer neuen Strategie wieder zu stärkerem Wachstum zurückfinden.

Barry Callebaut will mit neuer Strategie Wachstum beschleunigen (Archivbild)
Barry Callebaut will mit neuer Strategie Wachstum beschleunigen (Archivbild) - KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT

Mit dem Aktionsplan «Focus for Growth» richtet der Konzern seine Aktivitäten auf zehn besonders wichtige Märkte und fünf strategische Wachstumsfelder aus.

Gleichzeitig sollen die operativen Abläufe verbessert und die Kundenbetreuung gestärkt werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Im Zentrum der Strategie des seit Januar amtierenden Konzernchefs Hein Schumacher stehen globale Grosskunden, regionale Lebensmittelhersteller, das Gourmetgeschäft, ausgewählte Spezialitätenprodukte sowie Kakaopulver mit höherer Wertschöpfung. Barry Callebaut will verstärkt auf Premiumsegmente setzen und das Angebot an differenzierten Schokoladen- und Kakaolösungen ausbauen. Besonders in attraktiven Schwellenländern wie Brasilien oder Indonesien sieht das Unternehmen Wachstumspotenzial.

Für die zehn prioritären Märkte kündigt der Konzern gezielte Investitionen in Produktionskapazitäten und Kundenservice an. Ein Schwerpunkt liegt auf Nordamerika. Dort sollen mehrere Standorte ausgebaut werden. Zudem will Barry Callebaut Prozesse vereinfachen, die digitale Steuerung verbessern und die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette stärken.

Schumacher sprach von einer Neuausrichtung nach einer Phase aussergewöhnlicher Marktverwerfungen. Zunächst gehe es darum, die Grundlagen des Geschäfts zu stabilisieren und die Servicequalität zu verbessern. Danach solle das Wachstum mit margenstärkeren und stärker differenzierten Produkten beschleunigt werden.

Barry Callebaut leidet seit mehreren Quartalen unter den rekordhohen Kakaopreisen, welche die Nachfrage der Kunden bremsen. Gleichzeitig kämpfte der Konzern zuletzt mit Lieferengpässen und operativen Schwierigkeiten. Ex-Unilever-CEO Schumacher steht seit Januar 2026 an der Spitze des Unternehmens und soll nach mehreren schwachen Jahren die Trendwende schaffen.

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