GC: Das sagt Captain Abrashi vor dem Saisonstart
Amir Abrashi spricht vor dem Saisonstart über die schwierigen letzten Jahre bei den Grasshoppers. Der Captain blickt aber optimistisch nach vorne.

Das Wichtigste in Kürze
- Amir Abrashi bleibt GC-Captain und startet in seine wohl letzte Profisaison.
- Er spricht offen über die Belastung der letzten drei Barrage-Jahre.
- Der 36-Jährige lobt die neue Klubführung um Ludovic Deléchat und Richard Feuz.
Amir Abrashi ist seit Jahren die grosse Identifikationsfigur bei den Grasshoppers. Der 36-jährige Mittelfeldspieler war massgeblich am Ligaerhalt in den letzten drei Saisons beteiligt.
Auch dieses Jahr rettete sich GC erst in der Barrage gegen Aarau. Nun startet Abrashi mit Trainer Peter Zeidler und neuer Klubführung in die kommende Saison.
Schwierige letzte Jahre bei GC
Im Interview mit «keystone-SDA» spricht Abrashi offen über die Belastung der vergangenen Zeit. «Die letzten drei Jahre waren brutal. Man vergisst ab und zu, dass man noch eine Familie und ein Leben hat», sagt er.

Besonders nach der Geburt seines ersten Kindes vor zwei Monaten habe er sich gefragt, ob ein Karriereende nicht sinnvoller wäre.
Überzeugt zum Weitermachen hätten ihn letztlich die neuen Entscheidungsträger beim Klub. «Vor allem Ludo und unser neuer CEO, Richard Feuz, waren ausschlaggebend», so Abrashi. Er lobt die offene Kommunikation und die neue Energie im Verein.
Emotionale Erinnerungen an die Barrage
Besonders eindrücklich schildert Abrashi den Moment nach der Roten Karte gegen Lee Young-Jun im entscheidenden Barrage-Rückspiel.
«Ich war einfach nur leer. Ich habe meine Beine kaum mehr gespürt», erinnert er sich. Ein Abstieg hätte ihn nach eigenen Aussagen tief getroffen: «Ein Abstieg hätte mich gekillt.»
Fokus auf den Saisonstart
Für die kommende Saison will Abrashi keine grossen Ziele mehr ausrufen. Zu oft sei GC in den letzten Jahren enttäuscht worden.

Wichtig sei vor allem ein guter Start: «Wenn wir die letzten drei Jahre anschauen, sind wir nie gut gestartet.» Mit Trainer Peter Zeidler, der die Super League bestens kennt, sieht er den Klub auf einem guten Weg.
Ob es seine letzte Saison als Profi wird, lässt Abrashi offen, hält es aber für wahrscheinlich. Wichtiger als seine eigene Karriere sei ihm, dass GC wieder erfolgreiche Zeiten erlebe.
Am Samstag um 18 Uhr starten Abrashi und Co. auswärts gegen Lausanne in die neue Saison.












