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Bahnprojekt Stuttgart 21 wird drei Milliarden Euro teurer

Keystone-SDA
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Deutschland,

Nach der Verschiebung der Eröffnung des neuen Stuttgarter Tiefbahnhofs um fünf Jahre steigen auch die Kosten für das Projekt Stuttgart 21. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur rechnet die Bahn mit Mehrkosten in Höhe von rund 3 Milliarden Euro.

Der Bau des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 verteuert sich weiter. Wie am Freitag bekannt wurde, sollen die Kosten aufgrund weiterer Bauverzögerungen nochmals um rund 3 Milliarden Euro in di...
Der Bau des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 verteuert sich weiter. Wie am Freitag bekannt wurde, sollen die Kosten aufgrund weiterer Bauverzögerungen nochmals um rund 3 Milliarden Euro in di... - KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

Damit erhöhen sich die Gesamtkosten auf etwa 14,5 Milliarden Euro. Zuvor hatten bereits mehrere Medien über die Kostensteigerung berichtet.

Das Preisschild für den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof und die Neuordnung des Bahnknotens war in den vergangenen Jahren immer wieder nach oben korrigiert worden. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer Höhe von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Damals ging man von Baukosten in Höhe von rund 3 Milliarden Euro aus und plante noch einen Puffer in Höhe von 1,5 Milliarden ein.

Für die Bahn ist die Verschiebung der Inbetriebnahme und die damit verbundene Kostensteigerung auch ein finanzielles Desaster. Denn alle Mehrkosten, die über den Finanzierungsvertrag hinausgehen, muss das Unternehmen einem Gerichtsurteil zufolge alleine tragen.

Mit einer Klage, die die Projektpartner – das Land Baden-Württemberg, die Stadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart – zu einer Beteiligung an den zusätzlichen Kosten zwingen sollte, war die Bahn vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart gescheitert. Einen Antrag auf Berufung hatte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg später abgelehnt.

Erst am Mittwoch hatten Bahnvertreter in einer Sitzung des Verkehrsausschusses im Bundestag angekündigt, die Eröffnung von Stuttgart 21 um fünf Jahre zu verschieben. Teilnehmern zufolge soll der Tiefbahnhof nun Ende 2031 in Betrieb gehen. Der Termin war bereits mehrmals verschoben worden.

Als Hauptgründe für die neuerliche Verschiebung nannte die Bahn laut Teilnehmern im Verkehrsausschuss unter anderem die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens, die deutlich schwieriger sei als zunächst gedacht. Zudem hätten Planungsprozesse nicht den nötigen Reifegrad gehabt. Medien hatten bereits zuvor berichtet, dass deswegen Kabel teils neu verlegt werden müssten.

Zudem gebe es Probleme mit einem Technikgebäude, das für den aktuellen Bedarf nicht mehr passend sei. Nachbessern muss die Bahn Teilnehmern des Verkehrsausschusses zufolge auch bei Steuerungstechnik und der Energieversorgung. Medien hatten berichtet, dass ein neues Notstromkonzept nötig sei.

Kommentare

User #5711 (nicht angemeldet)

Links gewählt Chaos bekommen. Sehen wir in der Schweiz auch so.

User #1447 (nicht angemeldet)

Sie hatten am Anfang einfach eine 1 vor den 4.5 Milliarden vergessen. Alle wussten, dass das niemals reichen wird um einen gesamten unterirdischen Bahnhof zu installieren. Sorry selbst in Zürich ist es mit der Durchmesserlinie in mehrere Milliarden gegangen und das ist nur ein Teil vom Bahnhof. Wer meint das sei nur in der Schweiz so teuer, weil es nach schweizer Gehältern geht der täuscht sich gewaltig. Solche Projekte egal wo auf dieser Welt sind alle sehr teuer und man muss auch damit rechnen, dass Dinge zweimal gemacht werden müssen. Auch können Abweichungen der Pläne passieren, weil etwas unabsichtlich nicht so positioniert wurde. Für eines ist Deutschland aber bekannt, dass es Weltmeister im falsch kalkulieren sowie erstellen ist. Deutschland ist ein wenig verplant, das wird auch immer so bleiben.

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