Der Strukturwandel in der Schweizer Industrie hat laut einer Analyse von Avenir Suisse entgegen den Erwartungen nicht zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Daher gelte es den bisherigen Kurs ohne «dirigistische» Industriepolitik weiterzuführen.
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Das Logo und der Slogan von Avenir Suisse in Zürich. - Keystone

Die Schweiz habe sich nicht deindustrialisiert, sondern «tertiärisiert», wie einem am Freitag veröffentlichten Papier der liberalen Denkfabrik zu entnehmen ist.

Will heissen, die Industrie habe es geschafft, vermehrt Dienstleistungen etwa im Bereich Digitalisierung anzubieten anstatt lediglich die Produktion voranzutreiben.

«Die traditionelle Unterscheidung zwischen sekundärem und tertiärem Sektor verliert zunehmend an Bedeutung», lautet der Befund von Avenir Suisse. Trotz des Strukturwandels in den letzten zwei Jahrzehnten sei die Anzahl Arbeitsplätze im Industriesektors stabil geblieben, während die Wertschöpfung und Produktivität stärker angestiegen sei als in den Nachbarländern. Dies zeige etwa die Verdoppelung der Exporte innerhalb der letzten zwei Jahrzehnte.

Diesen Erfolg hat die Schweizer Industrie laut Avenir Suisse auch ohne «dirigistische» Industriepolitik verbucht. Daher sei auch in Zukunft auf staatliche Eingriffe zu verzichten. Wichtig seien indes gute Rahmenbedingungen und stabile Handelsbeziehungen zur EU.

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