Jobs

    Autozulieferer Schaeffler streicht Jobs und schliesst Werke

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler verschärft mit einem weiteren Kostensenkungsprogramm und Tausenden Stellenstreichungen seinen Sparkurs erheblich. Das Unternehmen will in Europa weitere 3460 Stellen abbauen, davon 2660 in Deutschland, wie es am Dienstag mitteilte.

    Schaeffler
    Klaus Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender Schaeffler AG, spricht während eines Interviews mit der Deutschen Presse-Agentur. - keystone

    Zudem ist die Schliessung von vier deutschen Standorten geplant. Der MDax-Konzern begründete die weiteren Einschnitte mit der Automobilkrise in Europa, die weitere Gegenmassnahmen und strukturelle Anpassungen erfordere.

    Fünf Standorte, davon vier in Deutschland, sollen perspektivisch geschlossen werden. Dazu gehören laut Schaeffler das Werk in Dortmund mit aktuell 430 Beschäftigten sowie der Standort Morbach mit 160 Mitarbeitenden.

    Zudem ist laut Schaeffler geplant, die Aktivitäten am Standort Berlin mit aktuell etwa 270 Beschäftigten einzustellen und den Standort Schwalbach aufzugeben. Ein Grossteil der rund 385 Beschäftigten solle an den Schaeffler-Standort in Frankfurt wechseln. Insgesamt seien rund 190 Stellen vom Abbau betroffen.

    Darüber hinaus sei vorgesehen, die Aktivitäten im Werkzeugbau am Standort Höchstadt einzustellen und im Sondermaschinenbau an den Standorten Erlangen und Schweinfurt Anpassungen vorzunehmen. Ferner seien Kapazitäts- und Strukturanpassungen an weiteren Standorten in Deutschland – darunter Herzogenaurach, Bühl, Höchstadt, Nürnberg und Regensburg – geplant.

    Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat kritisierten das neuerliche Sparprogramm scharf. «Bei Schaeffler folge inzwischen ein Abbauprogramm auf das nächste, noch bevor die Folgen des vorherigen bewältigt sind», sagte Thomas Höhn, Unternehmensbeauftragter der IG Metall für Schaeffler.

    «Das ist kein Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland», so Höhn weiter. Bereits 2024 und 2025 hatte Schaeffler die Streichung mehrerer tausend Arbeitsplätze beschlossen.

    Nach Abschluss der im November 2024 bekanntgegebenen Strukturmassnahmen sowie von 1800 Altersteilzeitverträgen Anfang Oktober habe der Vorstand beschlossen, ein weiteres Ergebnisverbesserungsprogramm zu starten, hiess es. Ziel sei es, Überkapazitäten abzubauen, Entwicklungskapazitäten anzupassen, Personalkosten zu senken und die Komplexität der Organisation zu reduzieren.

    Zum Stellenabbau hiess es, rund 50 Prozent beträfen die Produktion, 30 Prozent den Bereich Forschung und Entwicklung und 20 Prozent weitere Funktionsbereiche. Vom Abbau seien 16 Standorte in der Region Europa betroffen.

    Das jährliche Ergebnis solle sich durch die Massnahmen ab 2030 um 300 Millionen Euro verbessern. Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld veranschlagt für das Sparprogramm Einmalkosten von rund 480 Millionen Euro.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #4508 (nicht angemeldet)

    Grüne Politik....

    Weiterlesen

    Thun
    118 Interaktionen
    Thun
    dsf
    113 Interaktionen
    Nach Hans Jucker

    MEHR IN NEWS

    Löhne
    6 Interaktionen
    Für 2027
    Gotthard Passstrasse
    1 Interaktionen
    Um 8 Uhr

    MEHR JOBS

    Russische Soldaten Ukraine Krieg
    Ermittlungen
    sdf
    133 Interaktionen
    3000 UBS-ler weg
    Vorsorge
    6 Interaktionen
    Bund
    13 Interaktionen
    69 Jobs weg!

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    5 Interaktionen
    Berlin
    weltrekord marathon kai pflaume
    Live im TV
    5 Interaktionen
    Berlin