3000 Jobs bei UBS weg: «Müssen einige Leute psychologisch auffangen»
Der Aderlass bei UBS und Co. ist gross. Viele haben ihre Stelle verloren, andere zittern. Ein Personalvermittler schildert, wie schlecht es den Bankern geht.

Das Wichtigste in Kürze
- Mit der Integration der Credit Suisse in die UBS gehen weltweit 22’000 Stellen verloren.
- In der Schweiz sollen es 3000 Jobs weniger werden.
- Das spürt Personalberater Stefan Hamilos. Er trifft auf Banker, denen es schlecht geht.
Die Job-Unsicherheit ist zurzeit in vielen Branchen gross. Das belastet Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Davon betroffen ist auch der Banken-Sektor. Dort sind zahlreiche Kündigungen bereits Tatsache. So bei der UBS, bei der im Zuge der Übernahme der CS schweizweit insgesamt 3000 Stellen gestrichen werden.
Viele sind bereits nicht mehr dort oder wissen, dass sie ihren Job bei der UBS verlieren werden. Oft hat dann Stefan Hamilos, Partner und Mitglied der Geschäftsleitung beim Personalvermittler Alixio Schweiz, mit ihnen zu tun.
Wie die entlassenen Banker auf ihre Kündigung reagieren, sei unterschiedlich, sagt er gegenüber SRF. «Es gibt Personen, die wir persönlich und psychologisch auffangen müssen, weil es ihnen einfach schlecht geht. Weil sie Angst haben wegen der Unsicherheit.»
Doch: «Es gibt aber auch Personen, die noch glücklich sind, wenn ich das so umschreiben darf, dass sie sich neu orientieren dürfen. Denn sie sehen die Chance in diesem Prozess», so Hamilos gegenüber der «Tagesschau».
Komplette Neuorientierung nötig
Wie gut die Chancen stünden, für diese Personen einen neuen Job zu finden, hänge von verschiedenen Faktoren ab.
Je älter die Person sei, desto länger dauere es in der Regel, so Hamilos. Für Personen, die etwa bei der UBS hoch in der Hierarchiestufe waren, gäbe es zudem viel weniger Positionen, die in Frage kommen. Und je länger eine Person im Unternehmen tätig war, desto länger dauere es, bis sie loslassen könne.
Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bezeichnet der Personalvermittler gegenüber dem Sender als «durchzogen». Bedroht sei, wer ersetzbare Funktionen inne hatte. Etwa im Personalwesen, in der IT oder in den Finanzen. Wer hingegen Kundenkontakt habe, müssen weniger um seinen Job zittern.
In einigen Fällen sei aber gar eine komplette Neuorientierung notwendig.

















