Die Andermatt Swiss Alps AG hat die Rückschläge der Coronapandemie gut verkraftet und fuhr 2020 ein Rekordjahr ein.
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Das Ressort der Andermatt Swiss Alps Group. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die Andermatt Swiss Alps AG war 2020 ein neues Rekord-Jahr.
  • Hauptfaktor war dabei das hervorragend laufende Immobiliengeschäft.
  • Weiterhin sind Bauprojekte geplant, die demnächst Angriff genommen werden sollen.

Die Andermatt Swiss Alps Gruppe (ASA) hat im Jahr 2020 trotz Coronakrise mehrere neue Höchstmarken gesetzt. Die Gesellschaft des ägyptischen Investors Samih Sawiris verkaufte so viele Ferienwohnungen wie nie zuvor. Daneben erreichte das Luxushotel «The Chedi» eine rekordhohe Auslastung. Erstmals wurde auch ein operativer Gewinn geschrieben.

Rekordumsatz und Betriebsgewinn

Insgesamt ging der Umsatz der Gruppe um 8 Prozent auf 154 Millionen Franken zurück, wie ASA am Mittwoch mitteilte. Aber natürlich hatte die Coronapandemie auch für die ASA Auswirkungen.

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Das Tourismusunternehmen Andermatt Swiss Alps ist bei Planung, Bau und Betrieb von Immobilien in Andermatt beteilligt. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTOF SCHUERPF

So sanken vor allem die Erträge aus dem Skigebiet Andermatt-Sedrun aufgrund des vorzeitigen Saisonendes im März 2020. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA lag mit 5,4 Millionen Franken dennoch erstmals im positiven Bereich.

Beschränkte Hotelauslastung

Ermöglicht wurde der operative Gewinn durch ein gut laufendes Immobiliengeschäft. Dort legten die Verkäufe im Jahr 2020 um rund 25 Prozent auf 77 Millionen Franken zu. Die Verkaufspreise seien dabei über alle Segmente hinweg erhöht worden, heisst es. Per Ende 2020 seien rund 95 Prozent aller Wohnungen in den fertiggestellten Apartmenthäuser verkauft.

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Das «The Chedi» in Andermatt verzeichnete eine neue Rekord-Auslastung. - Andermatt Swiss Alps

Obwohl das Hotel «The Chedi» nur während knapp 11 Monaten geöffnet hatte, konnte das Luxushotel im Coronajahr 55'000 Gäste empfangen. Das sind 17 Prozent mehr als im Vorjahr, damit stieg die Auslastung von 54 auf 69 Prozent. Mit lediglich 37 Prozent war das «Radisson Blu Reussen» deutlich schlechter ausgelastet. Dies auch, weil das Hotel stärker auf Veranstaltungen und Gruppen ausgerichtet ist.

Weitere Bauprojekte stehen an

Seit dem Projektstart im Jahr 2007 bereits rund 1,2 Milliarden Franken in das Projekt in Andermatt investiert. Im laufenden Jahr soll nun unter anderem das Sockelgebäude um 19'000 Quadratmeter erweitert werden. Dadurch soll der Bau von weiteren 16 Apartmenthäusern und von Gewerbeflächen ermöglicht werden. Auch der Bau eines dritten Hotels soll noch 2021 in Angriff genommen werden.

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Das Bild zeigt die Baustelle von 2017. Auch weiterhin stehen Bauprojekte der ASA an. - Keystone

Zeitgleich mit ASA legte auch die Muttergesellschaft Orascom DH ihre Zahlen für 2020 vor. Unter dem Strich wies der Immobilien- und Hotelkonzern einen Verlust von 38 Millionen Franken aus. Jüngsten Angaben zufolge hält Orascom DH einen Anteil von 49 Prozent an Andermatt Swiss Alps. Der Rest ist weiterhin im Privatbesitz des Verwaltungsratspräsidenten Samih Sawiris.

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