Airbus plant riesige A350-Version für die 2030er-Jahre
Der Flugzeughersteller Airbus prüft eine verlängerte A350-Version mit mehr Kapazität und will das Langstreckenprogramm in den 2030er-Jahren ausbauen.

Airbus denkt über eine deutlich grössere Variante seines Langstreckenjets A350 nach. Der europäische Flugzeugbauer untersucht eine gestreckte Version oberhalb der aktuellen A350-1000.
Laut «aero.de» könnte das neue Modell unter den Namen A350-1100 oder A350-2000 auf den Markt kommen. Die Variante soll rund 380 Passagieren Platz bieten und stärker mit der Boeing 777-9 konkurrieren.
Lars Wagner, Chef der Airbus-Verkehrsflugzeugsparte, erklärte der «aero.de» zufolge im Juli 2026, dass Airbus sich mit einer längeren A350 beschäftigt. Eine endgültige Entscheidung über die Entwicklung wurde bislang nicht getroffen.
Neuer Zukunftsplan für die A350
Die geplante Version soll nicht nur mehr Sitze bieten, sondern auch bei der Reichweite mit der Konkurrenz mithalten können. Dafür wäre laut Berichten ein leistungsstärkeres Triebwerk notwendig.
Airbus sieht eine höhere Fertigungsrate als entscheidende Voraussetzung für ein neues A350-Topmodell. Laut «aero.de» könnte die ideale Produktionsrate in den frühen 2030er-Jahren deutlich über zwölf Flugzeugen pro Monat liegen.
Derzeit produziert Airbus gemeinsam mit seinen Zulieferern zwischen acht und neun A350 monatlich. Eine Erhöhung auf zwölf Maschinen pro Monat ist bereits vorgesehen.
Neue Fertigungslinie für A350-Pläne
Die bestehende Endmontagelinie wäre bei dieser Rate ausgelastet. Deshalb benötigt Airbus für weitere Steigerungen nach eigenen Angaben eine zusätzliche Endmontagelinie.
Auch Triebwerkshersteller Rolls-Royce bereitet sich auf mögliche Anforderungen vor. Konzernchef Tufan Erginbilgic erklärte «aero.de» zufolge, ein neues Triebwerk könnte innerhalb von sechs bis sieben Jahren entwickelt werden.
Die A350 gehört zu den wichtigsten Langstreckenflugzeugen von Airbus. Die Familie umfasst mehrere Varianten, darunter die A350-900, die A350-1000 und spezielle Versionen für besonders lange Strecken.
Airbus setzt auf neue Strategie für die A350 während Beluga ausläuft
Mit der A350F entwickelt Airbus zudem eine Frachtversion des Flugzeugs. Das Programm soll die Position des Herstellers im weltweiten Langstreckenmarkt weiter stärken.
Währenddessen verabschiedet sich der Flugzeughersteller von einer bekannten Transportflugzeug-Ära. Wie die «Aero International» schreibt, werden die A300-600ST-Beluga-Transporter nach rund 30 Jahren Dienst schrittweise ausgemustert.

Die Belugas transportierten seit 1996 Flugzeugteile zwischen europäischen Airbus-Standorten. Seit 2020 übernehmen sechs modernere Beluga-XL-Transporter auf Basis der A330 diese Aufgabe.
Drei A321neo stehen monatelang in Santiago am Boden
Eine Entscheidung über die mögliche neue A350-Version steht noch aus. Der Flugzeugbauer will das Projekt nach bisherigen Angaben weiter prüfen.
Parallel sorgt auch die A321neo-Familie von Airbus für Schlagzeilen. Wie die «aeroTELEGRAPH» berichtet, stehen drei fast neue A321neo von Jetsmart seit Monaten am Flughafen von Santiago de Chile.
Die Flugzeuge wurden ursprünglich für Wizz Air vorgesehen und tragen weiterhin Teile der früheren Lackierung. Nach einem Eindringen auf das Flughafengelände wurde einer der Jets durch Graffiti beschädigt, bevor die mutmasslichen Sprayer festgenommen wurden.
















