Flavia Wasserfallen

    Ständerätin Flavia Wasserfallen (SP): «Wie Luft zum Atmen»

    Flavia Wasserfallen
    Flavia Wasserfallen

    Bern,

    SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen macht im Gastbeitrag deutlich: Eine Demokratie brauche starke Medien – die Halbierungsinitiative gefährde die SRG.

    Flavia Wasserfallen Porträtfoto Frau
    Die Bernerin Flavia Wasserfallen ist für die SP im Ständerat. - Keystone

    Grosse globale Plattformen wie X klauen unsere Fotos und zeigen uns nackt. Wer sich wehrt, wird ausgelacht. Auf den sozialen Medien werden wir mit Fake News zugemüllt. Was ist fake und was ist echt?

    Gezielte Desinformation aus Ländern wie Russland gilt neu als eine der Top-Bedrohungen für unser Land. Grosse private Medienhäuser entlassen einmal mehr zig Medienschaffende.

    Zeitungen Medienvielfalt
    Die Schweizer Demokratie brauche starke und unabhängige Medien, konstatiert SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen. (Archivbild, 2012) - Keystone

    Wir erleben eine regelrechte Medienkrise. Denn es lässt sich kein Geld verdienen mit Qualitätsjournalismus.

    Aber wir brauchen ihn. Wie wir Luft zum Atmen und Wasser zum Trinken brauchen, braucht unsere Demokratie starke und unabhängige Medien.

    Wirst du für die SRG-Halbierungsinitiative stimmen?

    Damit wir uns auseinandersetzen und respektvoll streiten können, damit wir abstimmen und wählen können, damit auch Minderheiten gehört werden.

    Ob Randregionen, Randsportarten, Menschen, die in unserer Gesellschaft weniger sichtbar sind – auch sie verdienen Gehör. Damit wir trotz Vielfalt und Unterschieden zu einer Gesellschaft zusammenfinden.

    Dafür braucht es Journalistinnen und Journalisten die recherchieren, sauber analysieren, kritisch hinterfragen. Uns mit soliden News aus aller Welt und aus allen Regionen bedienen. Dafür brauchen wir auch Musik, Film und Serien mit CH-Bezug.

    Franjo von Allmen
    Drei Goldmedaillen holte Franjo von Allmen an Olympia 2026. - keystone

    Dafür brauchen wir auch Sportsmomente in unseren Stuben, wie aktuell die Goldmedaillen-Märchen von Meillard, von Allmen oder Mathilde Gremaud, die uns Zusammenhalt und Begeisterung schenken. Das Schweizer Radio und Fernsehen ist die einzige unabhängige und viersprachige Medienanstalt, die uns all das bietet.

    Die Halbierunginitiative bedroht das. Sie will den öffentlich rechtlichen Rundfunk schwächen.

    Mit ihrem Angriff auf die SRG, schadet sie uns allen, unserem Land. Deshalb lehne ich diese Initiative, die am 8. März zur Abstimmung kommt, ab.

    Zur Autorin

    Flavia Wasserfallen (*1979) vertritt seit 2023 die SP im Ständerat. Zuvor war sie zwischen 2018 und 2023 Nationalrätin.

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    Kommentare

    User #3349 (nicht angemeldet)

    Immer mehr Politiker verweilen hier auf Nau statt im Bundeshaus.

    User #1053 (nicht angemeldet)

    Die täglichen und ewigen Belehrungen und das nachbeten der gleichgeschaltet links-grünen Meinungen und Ansichten in den Medien weltweit muss enden. Qualitätsjournalismus muss wieder etabliert werden. Wir wollen die Meinung aller von allen Seiten und Blickwinkeln ungefiltert hören und uns selbst eine Meinung basiert auf Fakten bilden. Eine SRG kann die notwendigen Korrekturen nicht mehr selbst an sich vornehmen, deshalb muss der Bürger mit seiner Stimme helfen die Medien wieder auf die korrekte Spur zu bringen. Das ist auch in der Politik immer wieder notwendig da sich solche Strukturen auch heute noch nicht selbst kontrollieren und leiten können. Dafür braucht es immer den ungetrübten Blick für das Richtige der demokratischen Bürger.

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