Wichtige Schweizer Filmfestivals warnen vor Halbierungsinitiative

Keystone-SDA
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Bern,

Die Filmfestival-Dachorganisation «Conférence des Festivals» warnt vor den Folgen der Halbierungsinitiative. Diese würde die Sichtbarkeit des Films «stark beeinträchtigen» und «die kulturelle und internationale Reichweite der Schweizer Festivals verringern.»

Die Halbierungsinitiative gefährde die regionale Berichterstattung über Schweizer Filmfestivals, schreibt die Conférence des Festivals. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Die Halbierungsinitiative gefährde die regionale Berichterstattung über Schweizer Filmfestivals, schreibt die Conférence des Festivals. (KEYSTONE/Peter Klaunzer) - Keystone/PETER KLAUNZER

Mit den Kürzungen der Mittel der SRG-Initiative würde «die kulturelle Vielfalt, die Förderung des Schweizer Films und die Fähigkeit des audiovisuellen Ökosystems, auf nationaler und internationaler Ebene zu produzieren und sich zu verbreiten, erheblich schwächen.» Dies steht es in einer Mitteilung der «Conférence des Festivals» vom Freitag.

Mitglieder der «Conférence des Festivals» sind 14 Schweizer Filmfestivals, unter anderem die Solothurner Filmtage, das Locarno Film Festival, das Fantoche in Baden oder das Zurich Film Festival. Sie setzt sich gemäss eigenen Angaben dafür ein, dass die Bedeutung der Festivals in der Wertschöpfungskette des Films «bestmöglich kommuniziert» wird.

Die Organisation sieht mit der Initiative «200 Franken sind genug», über die das Stimmvolk am 8. März abstimmt, die Aufgabe der Festivals gefährdet, zur Sichtbarkeit des hiesigen Filmschaffens beizutragen. Diese sei «untrennbar mit einem starken, professionellen und in allen Regionen zugänglichen Service public» verbunden.

Die Initiative will in der Bundesverfassung festschreiben, dass der Bund zur Finanzierung von Radio- und Fernsehprogrammen, die einen unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit erbringen, eine Abgabe von 200 Franken pro Jahr ausschliesslich von privaten Haushalten erhebt.

Die «Conférence des Festivals» warnt in ihrer Mitteilung auch vor den Folgen für minderheitliche Sprachregionen und die regionale Medienberichterstattung, auf welche Filmfestivals angewiesen seien.

Die Initiantinnen und Initianten der Vorlage argumentieren, es brauche eine Entlastung der Haushalte in Zeiten steigender Krankenkassenprämien und Mieten. Die Bevölkerung zahle heute die weltweit höchsten Radio- und TV-Gebühren. Insbesondere fordert das Initiativkomitee, die SRG solle sich auf ihren Kernauftrag konzentrieren. Sie breite sich in Unterhaltung und Sport sowie bei Onlineaktivitäten immer weiter aus.

Kommentare

User #6407 (nicht angemeldet)

Echt? Wir haben Film Festivale in der Schweiz? Nun, wenn ich einen Film schauen will, gehe ich nicht an so kleine Veranstaltungen. Dann gehe ich schon lieber ins Kino.

User #3921 (nicht angemeldet)

Jeder hat eine Cam am Hundy. Es sollten Milliarden an Filmen existieren! AHA! Mit Aufwand verbunden?

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