Zurich-CEO: Haben im Finma-Verfahren nötige Schritte vorgenommen
Die Zurich hat in der Schweiz ein Enforcement-Verfahren der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) am Hals. Der Versicherer hat nach Darstellung ihres Chefs «alle notwendigen Schritte» unternommen. «Wir hoffen, dass die Finma das anerkennen wird», sagte CEO Mario Greco am Donnerstag an einer Telefonkonferenz.

So habe die Zurich das Management und die betroffenen Systeme restrukturiert, betonte Greco und ergänzte: «Viel mehr kann ich dazu nicht sagen.» Auf die Geschäftsentwicklung der gesamten Gruppe habe ein «so spezifisches Produktproblem» aber keinen Einfluss.
Das Enforcement-Verfahren der Finma gegen die Zurich Schweiz hatte vor knapp zwei Wochen der «SonntagsBlick» öffentlich gemacht. So sollen Verantwortliche des Unternehmens im Geschäft mit der beruflichen Vorsorge über Jahre hinweg regulatorische Vorgaben missachtet haben. Beispielsweise wurden im Risikogeschäft Tarife angewendet, die von der Finma nicht genehmigt waren.
Im Fokus stand dabei laut den Berichten die Schnittstelle zwischen der Zurich Schweiz und der Sammelstiftung Vita, für die Zurich Dienstleistungen etwa auch für die Risikoversicherung oder zu Verwaltungsprozessen erbringt. Die Stiftung machte allerdings in einem eigens verfassten Communiqué klar, dass sie diesem Finma-Verfahren nicht unterliege.
In der Folge musste mehr als ein Dutzend Zurich-Mitarbeitende das Uternehmen verlassen, wie Greco unlängt in einem Interview mit Bloomberg bestätigte. Ebenfalls nicht mehr an Bord ist der frühere Schweiz-Chef Juan Beer.
Zudem hat die Finma hat laut Greco für bestimmte Policen der Schweizer Einheit für Firmenlebensversicherungen und Pensionslösungen ein teilweises Verkaufsverbot verhängt.










