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Wolf wagt sich in Graubünden nicht mehr so nah an Siedlungsräume

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Chur,

Der Wolf hält sich im Graubünden wieder stärker von Siedlungen fern. Behörden sehen Wetter und Abschüsse als mögliche Gründe.

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Bündner Wölfe waren 2025 weniger verhaltensauffällig. Sie wagten sich weniger nah an Siedlungen heran. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Graubündens Wölfe mieden 2025 Siedlungen etwas stärker als im Vorjahr.
  • Der Kanton sieht mildes Wetter und womöglich Abschüsse als mögliche Gründe.
  • Von September bis Januar wurden 35 Wölfe aus Rudeln und einzeln getötet.

Im Kanton Graubünden hat sich der Wolf im vergangenen Jahr nicht mehr so nah an Siedlungsräume gewagt wie zuvor. Insgesamt zeigten sie etwas weniger Verhaltensauffälligkeiten, wie der Kanton am Dienstag bilanzierte.

Grund für diese Entwicklung dürfte das milde Wetter gewesen sein. Möglicherweise seien aber auch die sogenannten Regulationsabschüsse mitverantwortlich, schrieb das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF) in einer Mitteilung.

Der genaue Einfluss dieser präventiven Wolfstötungen könne aber erst mit zunehmender Erfahrung beurteilt werden.

35 Wölfe geschossen – weniger als im Vorjahr

Insgesamt töteten die Bündner Behörden bei der vergangenen Wolfsjagd von September 2025 bis Ende Januar 2026 35 Wölfe.

Das sind 13 Wölfe weniger als im Vorjahr. Geschossen wurden 32 Wölfe aus zehn Rudeln. Zudem waren drei verhaltensauffällige Einzelwölfe erlegt worden.

Die nun vorliegenden DNA-Ergebnisse zeigen: Bei drei Rudeln, die zum Abschuss freigegeben waren, wurden ein Leitweibchen und zwei Leitmännchen getötet.

Der Co-Leiter des AJF, Adrian Arquint, liess sich in der Medienmitteilung zitieren: «Solche Eingriffe können zur Auflösung oder Verdrängung eines Rudels oder zu einer Neuverpaarung des verbleibenden Elterntiers führen.»

Bestand bleibt stabil – Graubünden bleibt Hotspot für den Wolf

Der Bestand der Wölfe sei mit 11,5 Rudeln stabil geblieben, hiess es weiter. Das macht Graubünden wiederum zum Kanton mit den meisten Wölfen in der Schweiz.

Zum Vergleich: Das Wallis zählte noch vor der Regulation im August 2025 neun Rudel. Grenzüberschreitende Rudel werden hälftig gerechnet.

Gehört der Wolf in die Schweiz?

Stabil blieben gemäss den neusten Zahlen auch die Nutztierrisse durch den Wolf in Graubünden im vergangenen Jahr. 217 Fälle verzeichnete das AJF.

Die meisten Risse betrafen Schafe und Ziegen (97,7 Prozent). Fünf restliche Risse betrafen Rinder und Pferdeartige. Auch diese Zahl blieb konstant.

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Kommentare

User #5109 (nicht angemeldet)

Der Wolf ist von Natur aus nicht scheu, die scheu wird nur durch die Bejagunug hervorgerufen! Dazu kommt, dass es sehr viel Hybriden gibt und die sind nachweislich extrem aggressiv. Es ist also unweigerlich, dass es früher oder später zu einem Schaden an Menschen kommen wird!

User #6134 (nicht angemeldet)

Als Spitzenprädatorin hat die Art Wolf (Lupus lupus) weltweit wichtige Aufgaben in Ökosystemen. Gesunde Wolfspopulationen können dazu beitragen, eine Überweidung zu verhindern und Nährstoffe im Ökosystem zu verteilen, so über ihren Kot. Der Wolf ist nicht aggressiv und vermeidet den Kontakt mit Menschen.

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