Kriminalstatistik 2025: Mehr Gewalt- und Cyberdelikte in Graubünden
Im Jahr 2025 ist es im Kanton Graubünden insgesamt zu 13'235 registrierten Straftaten (Vorjahr 12'599) gekommen.

Bei den 10'508 StGB-Delikten dominieren Vermögensstraftaten (65,1 Prozent), gefolgt von Delikten gegen die Freiheit (20,1 Prozent) und gegen Leib und Leben (4,9 Prozent). Die Gesamtaufklärungsquote beträgt 44,0 Prozent (Vorjahr 42,5 Prozent). Besonders hoch ist die Aufklärung bei Delikten gegen Leib und Leben (92,3 Prozent) sowie bei Sexualdelikten (93,2 Prozent).
2025 wurde kein vollendetes, jedoch ein versuchtes Tötungsdelikt registriert. Die schweren Gewaltstraftaten nahmen zu (57 Fälle; Vorjahr 39), darunter 40 schwere Körperverletzungen und 16 Vergewaltigungen. Vierzehn Vergewaltigungen ereigneten sich im Bereich von Häuslicher Gewalt.
Insgesamt wurden 260 Fälle häuslicher Gewalt verzeichnet. Mit der Revision des Polizeigesetzes sowie der Einführung Fachstelle Bedrohungsmanagement per 1. Januar 2026 verankert die Kantonspolizei Graubünden die Thematik strukturell und misst ihr künftig eine noch höhere Priorität .
Die Vermögensdelikte stiegen leicht auf 6'840 Fälle (Vorjahr 6'704). Einbruchdiebstähle nahmen deutlich zu (593; Vorjahr 499). Die digitale Kriminalität wuchs auf 1'237 Fälle, wobei 43 Prozent auf Betrug entfallen.
Die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz stiegen auf 894 Fälle (Vorjahr 721). Insgesamt wurden 69 Verbrechenstatbestände registriert. Im Vergleich zum Vorjahr resultiert daraus eine Zunahme von 47 Prozent. Diese ist insbesondere auf die gezielt verstärkte Bekämpfung des Drogenhandels zurückzuführen.
Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz gingen auf 238 Fälle (Vorjahr 292) zurück.












