Umweltverbände fordern eine Wirkungskontrolle nach Wolfstötungen

Keystone-SDA
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Chur,

89 Wölfe sind in der Schweiz während der sogenannten Regulierungsphase getötet worden. Ziel der Behörden war es, Nutztierrisse zu reduzieren und eine Koexistenz zwischen Mensch und Wolf zu erreichen. Die Umweltverbände hingegen pochen auf den Herdenschutz.

Naturschutzorganisationen setzen auf den Herdenschutz, wie hier mit Herdenschutzhunden, statt auf Wolfsabschüsse. (Archivbild)
Naturschutzorganisationen setzen auf den Herdenschutz, wie hier mit Herdenschutzhunden, statt auf Wolfsabschüsse. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Gemäss den nationalen Zahlen blieben die Nutztierrisse auf einem tiefen Niveau. Doch diese Entwicklung habe bereits vor der Wolfsjagd von September bis Januar begonnen, schrieben die Naturschutzorganisationen Pro Natura, WWF Schweiz, die Gruppe Wolf Schweiz und Birdlife Schweiz in einer gemeinsamen Mitteilung.

«Der Schlüssel zur möglichst konfliktfreien Koexistenz von Alpwirtschaft und Wolf bleibt der Auf- und Ausbau des Herdenschutzes», betonten die Verbände. Sie fordern deshalb eine Wirkungskontrolle. Es müsse genau untersucht werden, welche Auswirkungen die Tötungen wirklich haben.

Ausserdem kritisieren sie «fragwürdige Abschussbewilligungen für unauffällige Wolfsrudel» durch das Bundesamt für Umwelt (Bafu). Weiter sei es zu Fehlabschüssen gekommen. Sie würden hier für die nächste Regulierungsphase klare Verbesserungen erwarten und die Entwicklung genau beobachten, kündigten die Naturschutzverbände an.

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Kommentare

User #5301 (nicht angemeldet)

Der Wolf hat keinen natürlichen Feind, also muss der Bestand durch den Menschen kontrolliert werden.

User #1943 (nicht angemeldet)

"Koexistenz zwischen Mensch und Wolf". Lächerlich - und typisch schweizerisch.

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