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Walliser Parlament bewilligt Zusatzkredit für Crans-Montana-Opfer

Keystone-SDA
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Crans-Montana,

Das Walliser Kantonsparlament hat am Donnerstag einen Nachtragskredit zugunsten der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana in Höhe von 10,18 Millionen Franken bewilligt. Das entsprechende Dekret wurde mit 109 zu 2 Stimmen bei 7 Enthaltungen angenommen.

Crans Montana
Crans-Montana-Opfer erhalten einen Zusatzkredit. - keystone

Am 14. Januar hatte der Staatsrat beschlossen, für jedes der hospitalisierten oder verstorbenen Opfer eine Soforthilfe in Höhe von 10'000 Franken bereitzustellen. Acht Tage später entschied die Regierung zudem, die Kosten für Bestattungen und Rückführungen zu übernehmen.

Das auf fünf Jahre befristete Dekret sieht vor, dem Grossen Rat die Genehmigung zur Auszahlung dieser Soforthilfe zu unterbreiten und die Übernahme der Bestattungs- und Rückführungskosten in Höhe von geschätzt 820'000 Franken definitiv zu bestätigen.

Das Dekret regelt zudem die Vorfinanzierung des einmaligen Solidaritätsbeitrags in Höhe von 50'000 Franken, den der Bund gemäss dem Bundesgesetz über die Unterstützung der Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana gewährt.

Der Erlass ermöglicht zudem die konkrete Umsetzung des von der Walliser Regierung beschlossenen Massnahmenpakets. Dazu gehört insbesondere auch die Organisation von Gedenkfeiern für die Opfer und ihre Angehörigen sowie die Förderung eines Begegnungsraums für Betroffene und Hinterbliebene.

Schliesslich soll das Dekret einen streng begrenzten Austausch personenbezogener Daten zwischen Behörden ermöglichen, um die notwendige Koordination sicherzustellen und Doppelzahlungen zu vermeiden.

«Für uns als Gesetzgeber ist es an der Zeit, unsere Unterstützung für die Opfer dieser Tragödie zu bekräftigen und diese Solidarität durch die Verabschiedung dieses Dekrets zu bekunden», hatte die FDP-Fraktionspräsidentin, Sonia Tauss-Cornut, am Montag in der Eintretensdebatte gesagt und hinzugefügt: «Unser Kanton kann das Geschehene nicht ungeschehen machen, aber er kann mit Würde, Demut und Menschlichkeit darauf reagieren.»

Änderungsanträge wurden nicht eingereicht. Die Vorlage wurde am Donnerstagmorgen in erster Lesung mit nur zwei Gegenstimmen und einigen Enthaltungen der SVP Unterwallis angenommen.

Beim Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS kamen in der Silvesternacht 41 zumeist junge Menschen ums Leben, 115 weitere wurden teilweise schwer verletzt.

Kommentare

User #5395 (nicht angemeldet)

Aha das funktioniert sofort, was dem Volk ja nichts angeht und für die AHV machen die Politiker ein solches Theater. Die Besitzer und die Gemeinde müssen zur Rechenschaft und bezahlen für die Opfer der Hinterbliebenen gezogen werden und nicht die Steuerzahler.

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