Zahl der Toten bei Erdbeben in Japan steigt auf 14
Bei einem Erdbeben der Stärke 7,1 hat es im Südwesten Japans Dutzende Verletzte und Schäden gegeben. Die neusten Entwicklungen hier im News-Ticker.

Im Überblick
11- Mindestens 14 Todesopfer
- Zahl der Toten steigt auf 13
- Mindestens zwei Tote aus Einkaufszentrum geborgen
- Vier Menschen aus eingestürztem Einkaufszentrum gerettet
- Explosion in Einkaufszentrum: Behörden gehen von Gasleck aus
- Erstes Todesopfer bestätigt
- Auch in einer Papierfabrik sollen Menschen vermisst werden
- Keine Kontaktaufnahme mit 20 bis 30 Mitarbeitern möglich
Im Südwesten Japans bebte die Erde am Dienstagmorgen gewaltig: Der japanische Fernsehsender NHK berichtete von mindestens 50 Verletzten in der besonders schwer betroffenen Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu.
Strassen und Gebäude wurden beschädigt. Eine vorübergehende Warnung vor einem ein Meter hohen Tsunami wurde wieder aufgehoben. Kurz nach der ersten Erschütterung kam es auf Kyushu zu starken Nachbeben.
Kumamoto war bereits vor zehn Jahren von einem ebenfalls schweren Erdbeben der Stärke 7,3 heimgesucht worden. Dutzende Menschen waren dabei damals direkt ums Leben gekommen.
Die Neusten Details liest du hier im Nau.ch-Ticker.
Nach dem schweren Erdbeben ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Die Behörden in der betroffenen Präfektur Kumamoto auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu hätten 14 Tote bestätigt, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am späten Abend (Ortszeit).
Die Rettungstrupps suchten mit Verstärkung der Selbstverteidigungskräfte fieberhaft weiter nach Vermissten. Es wurde befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen wird.

«Es gibt noch Menschen, die auf ihre Rettung warten, es ist ein Wettlauf gegen die Zeit», sagte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi Reportern. «Wir werden all unsere Kräfte mobilisieren, um so viele Menschen wie möglich zu retten.» Derweil wurde die Region am späten Abend erneut von Nachbeben erschüttert.
Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Die Behörden hätten 13 Tote bestätigt, gab Ministerpräsidentin Sanae Takaichi am Tag nach dem Beben in der Präfektur Kumamoto auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu bekannt.
Möglicherweise seien sogar Dutzende Menschen ums Leben gekommen, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf einen Regierungsbeamten.
Bei der verheerenden Explosion in dem Einkaufszentrum infolge des schweren Erdbebens im Südwesten des Landes sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach stundenlangem Rettungseinsatz seien in der Nacht zwei Frauen tot geborgen worden, berichtete der TV-Sender NHK.
Bei einer weiteren Person sei «Herz- und Atemstillstand» diagnostiziert worden. Das ist eine in Japan übliche Formulierung, bevor der Tod von Menschen von einem Arzt bestätigt wird. Fünf weitere Menschen wurden verletzt geborgen.
Vier Menschen konnten aus der japanischen «Aeon Mall Kumamoto» gerettet werden. Das berichtet der staatliche Sender «NHK» unter Berufung auf lokale Behörden.
Keine der geretteten Personen befinde sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. Der Verbleib von mindestens zehn weiteren Personen sei nach wie vor unbekannt.
Die Explosion im japanischen Einkaufszentrum «Aeon Mall Kumamoto» wurde womöglich durch ein Gasleck verursacht. Davon gehen die Behörden derzeit aus, wie «TV Asahi» berichtet.

Das Einkaufszentrum war nach dem heutigen Erdbeben teilweise eingestürzt. Am Unfallort sei ein starker Gasgeruch festgestellt worden, zitiert der Sender mehrere Regierungsvertreter.
Eine Theorie sei, dass Gasgeräte der Restaurants im Einkaufszentrum «durch das Erdbeben beschädigt worden sein könnten, was zu einem Gasleck führte, das sich später entzündete und explodierte».
Bei dem schweren Erdbeben im Südwesten Japans ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen.
Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am späten Abend (Ortszeit) berichtete, starb das Opfer beim Zusammenbruch eines Hauses in der am schwersten betroffenen Präfektur Kumamoto auf der südwestlichen Hauptinsel Kyushu.
Derweil suchten Einsatzkräfte weiter fieberhaft nach Vermissten in einem durch eine Explosion infolge des Bebens schwer beschädigten Einkaufszentrum in der Präfektur.
Mehrere Personen sollen in einer Papierfabrik im japanischen Nippon, die bei einem Erdbeben schwere Schäden erlitten hat, vermisst sein. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK.
Die Rettungsdienste arbeiten weiterhin daran, diese Berichte zu bestätigen, sagte NHK. Bilder zeigen, dass einer der Schornsteine der Fabrik eingestürzt ist.

Nippon sammelt weiterhin «Informationen darüber, ob es Opfer gibt, aber wir sind besorgt, weil wir keinen Kontakt herstellen konnten», sagte ein Mitarbeiter des Unternehmens gegenüber NHK.
Zwanzig bis dreissig Mitarbeiter des zum Teil eingestürzten Einkaufszentrums sind nicht erreichbar, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk NHK unter Berufung auf Polizeiquellen.

Die Polizei arbeitet weiterhin daran, zu bestätigen, ob sie im Gebäude eingeschlossen sind. Die meisten Kunden wurden evakuiert, als das Erdbeben eintrat, aber die Rettungsdienste versuchen weiterhin herauszufinden, ob auch noch Kunden vermisst werden, hiess es beim Fernsehsender.
Die Feuerwehrleute sind am Einsatzort eingetroffen, können aber nicht vom Erdgeschoss aus das Gebäude gelangen, was ihre Rettungsmassnahmen behindert, fügte NHK hinzu.
In einem Einkaufszentrum kam es offenbar zu einer Explosion. Ein Taxifahrer beobachtete das Ereignis aus nächster Nähe. Er schilderte gegenüber dem japanischen Sender NHK, was er gesehen hatte.
«Es gab einen lauten Knall, dann ist die Mauer des Gebäudes einfach weggeflogen», sagte der Taxifahrer. «Die Trümmer trafen ein Auto, das auf einer nahegelegenen Strasse fuhr», ergänzte der Augenzeuge.

Viele Menschen sollen sich Medienberichten zufolge zu diesem Zeitpunkt noch im Innern befunden haben.
Ein Beamter der zuständigen Präfektur äusserte sich gegenüber dem Sender TBS News: «Es wird davon ausgegangen, dass es zu zahlreichen Todesfällen gekommen ist», sagte er.
Rettungskräfte sind nach Angaben der Medien im Einsatz. Die genaue Zahl der eingeschlossenen Personen sowie Angaben zu Todeszahlen und Verletzten ist bislang unklar.
Durch das Erdbeben gab es schwere Schäden an Gebäuden, darunter an der berühmten Burg von Kumamoto. Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wurde infolge des erneuten Bebens ein Teil der Steinmauer der Burg beschädigt, wie auf Aufnahmen zu sehen war.
Nach vorläufigen Angaben der Präfekturpolizei stürzten diesmal rund ein Dutzend Häuser ein. In einem grossen Einkaufszentrum in Kumamoto kam es dem Sender NHK zufolge zudem zu einer Explosion.

Auf Luftaufnahmen des Senders waren enorme Schäden an dem Gebäude zu sehen. Mehrere Personen sollen eingeschlossen gewesen sein. Es gab zudem Berichte über Verletzte.
Ein Güterzug in der Region sei ausserdem entgleist, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Abend Ortszeit berichtete. Die Start- und Landebahnen am Flughafen Aso Kumamoto wurden bis auf weiteres gesperrt.
Zahlreiche Notrufe bei der Feuerwehr
Es gingen bei der Feuerwehr unentwegt Notrufe ein, berichtete NHK. Unter den Verletzten befinden sich demnach etwa zehn Bewohner eines Pflegeheims. Bewohner, die im Rollstuhl sassen, seien gestürzt. Es gebe aber keine Schwerverletzten.

«Ich war gerade mit Büroarbeit beschäftigt, als es plötzlich heftig vor und zurück schwankte», wurde einer der Mitarbeiter des Pflegeheims zitiert. «Ich klammerte mich an den Schreibtisch, aber die Erschütterungen waren so stark, dass ich mich nicht ganz abstützen konnte», hiess es.
Zudem gingen bei den örtlichen Behörden Medienberichten zufolge Meldungen über vereinzelte Brände ein. In rund 48.000 Haushalten fiel der Strom aus.
Atomkraftwerke ausser Gefahr
Es gebe aber keine Unregelmässigkeiten an Atomkraftwerken durch die starke Erschütterung, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Betreiber.
Das Bebenzentrum lag in der Region Kumamoto in einer Tiefe von zehn Kilometern.
Auch andere Gebiete wurden erschüttert. Auf Autobahnen in Kyushu – vorwiegend in der Präfektur Kumamoto – seien mehrere Streckenabschnitte gesperrt worden, berichtete der Sender NHK weiter. Zudem war der Betrieb von Hochgeschwindigkeits- und lokalen Zügen unterbrochen.
Auch in Japan ist es derzeit extrem heiss
Das Beben ereignete sich zu einer Zeit extremer schwüler Sommerhitze. Das Umweltministerium in Tokio rief dazu auf, bei Evakuierungen kühle Orte aufzusuchen, ausreichend Flüssigkeit und Salz zu sich zu nehmen und sich vor möglichem Hitzeschlag zu schützen.
Japans Regierungschefin Sanae Takaichi wies ihre Ministerien an, sofort nötige Notfallmassnahmen vor Ort zu treffen.
















