Ex-Sicherheitschef sagt zu Brandkatastrophe in Crans-Montana aus

Keystone-SDA
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Crans-Montana,

Der frühere Sicherheitsverantwortliche der ehemaligen Gemeinde Chermignon VS hat bei seiner zweiten Einvernahme zur Brandkatastrophe in Crans-Montana VS erstmals die Fragen der Walliser Staatsanwaltschaft beantwortet. Der Mann gehört zu den 15 Beschuldigten im Verfahren um das Feuer mit 41 Toten und 115 Verletzten.

Die Walliser Staatswanwaltschaft ermittelt zur Brandkatastrophe in Crans-Montana. - keystone

Anders als bei seiner ersten Einvernahme vom 8. April machte der ehemalige Gemeindemitarbeiter diesmal Aussagen vor dem Staatsanwältinnen-Team sowie den rund 40 anwesenden Anwältinnen und Anwälten. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus dem Umfeld der Ermittlungen.

Im Frühling hatte er noch von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, weil ihm die Strafakten damals nicht zugänglich gewesen waren. Die Einvernahme war ursprünglich für den 14. Juli angesetzt gewesen, wurde jedoch verschoben, weil sein Verteidiger verhindert war.

Der frühere Sicherheitsverantwortliche war bis Ende 2016 im Amt, also bis zur Fusion der Gemeinden auf dem Hochplateau zur neuen Gemeinde Crans-Montana. Damit war er auch während der umfangreichen Umbauarbeiten in der Bar «Le Constellation» im Jahr 2015 im Amt, als das Ehepaar Moretti den Betrieb übernahm.

Bereits zwei weitere Einvernahmen hatten im Juli stattgefunden. Am 14. Juli wurde der frühere Vizepräsident der Gemeinde Chermignon (2013–2016), der inzwischen als 15. Beschuldigter gilt, erstmals befragt. Zwei Tage später sagte der frühere Gemeindepräsident Jean-Claude Savoy aus und kooperierte wie angekündigt mit der Justiz.

Alle 15 Beschuldigten müssen sich wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst verantworten. Gegen die Mitinhaberin der Bar, Jessica Moretti, wird seit ihrer letzten Einvernahme Anfang Juni zusätzlich wegen Urkundenfälschung ermittelt.

Das verheerende Feuer an der Silvesterparty im «Le Constellation» war mutmasslich von Wunderkerzen ausgegangen, welche die Schaumstoffdecke in Brand gesetzt hatten. Der Betreiber der Bar hatte mehrere Umbauarbeiten veranlasst und teilweise selber durchgeführt.

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Kommentare

User #1435 (nicht angemeldet)

Der 'Sumpf' wird immer grösser....

User #4910 (nicht angemeldet)

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