Nach 15 Budgets mit schwarzen Zahlen in Folge erwartet die Waadtländer Regierung im kommenden Jahr nach 2021 erneut ein Defizit. Dieses beläuft sich auf 188 Millionen Franken. Dabei steigen die Ausgaben mit 2,8 Prozent stärker als die Einnahmen mit 2,6 Prozent.
wirtschaftswissenschaftler
Schweizer Banknoten auf einem Haufen. - Keystone

Die Erhöhung der Ausgaben erlaube es dem Kanton, seine grundlegenden Aufgaben zu erfüllen, teilte der Waadtländer Staatsrat am Dienstag mit. Erhöhen will der Staat die Ausgaben insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen.

Mehr Geld erhalten sollen die häusliche Pflege (+13 Millionen Franken), der Jugendschutz (+11 Millionen Franken), die Sonderpädagogik (+8 Millionen Franken), die Tagesbetreuung von Kindern (+6 Millionen Franken) sowie die Umstrukturierung von Notfallzentren (+6 Millionen Franken). Das Staatspersonal wird um 392 Stellen (+2,1 Prozent) wachsen.

Bei den Einnahmen ist der für 2022 vorgesehene Anstieg (+2,6 Prozent) deutlich höher als im Budget des Vorjahrs (+0,9 Prozent). Die Regierung rechnet insbesondere mit einem Anstieg der Steuereinnahmen um 212 Millionen Franken (+3,6 Prozent). Grund dafür sei, dass sich die Wirtschaft allmählich von den Folgen der Coronavirus-Pandemie erhole, schreibt der Staatsrat.

Bei den Investitionen sind Ausgaben in Höhe von 849 Millionen Franken vorgesehen. Das sind 32 Millionen Franken mehr als im Haushaltsplan 2021. Wenn die finanziellen Bedingungen es zulassen, dürfte das hohe Investitionsniveau laut der Kantonsregierung bis mindestens 2025 anhalten, mit einem Jahresdurchschnitt von rund 800 Millionen Franken.

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