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    Trotz Virengefahr beim Treppensteigen am Geländer festhalten

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Stürze sind schweizweit die häufigste Unfallursache, so die Beratungsstelle für Unfallverhütung. Trotz Corona rät man dazu, sich an Geländern festzuhalten.

    Corona
    Trotz Angst vor Viren: Die Beratungsstelle für Unfallverhütung rät, sich wegen Sturzgefahr am Treppengeländer und an Handläufen festzuhalten. (Symbolbild) - sda - Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU)

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung sind Stürze die häufigste Unfallursache.
    • Angesichts der Corona-Pandemie benutzen immer weniger Menschen das Treppengeländer.
    • Die BFU rät nun dazu, dieses unter Einhaltung der Hygiene-Empfehlungen doch zu benutzen.

    Aus Angst vor Viren nutzen weniger Menschen Handläufe bei Treppen. Jährlich sterben 1600 Menschen an den Folgen eines Sturzes, unter anderem auf einer Treppe. Deswegen rät die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU), sich trotz Pandemie daran festzuhalten.

    28 Prozent der Befragten halten sich nie am Treppengeländer fest. Dies seien doppelt so viel wie 2018, teilte die BFU am Dienstag zu ihrer Bevölkerungsbefragung mit. Dieser Anstieg sei eine Reaktion auf die Pandemie, denn Handläufe gälten als Sammelorte für Viren. Die BFU rät, sich beim Treppensteigen dennoch festzuhalten, unter Einhaltung der üblichen Hygiene-Empfehlungen wie Händewaschen und Oberflächendesinfektion.

    Mangelnde Beleuchtung und Alkoholkonsum

    Die BFU untersuchte weitere Unfallgefahren, darunter mangelhafte Beleuchtung. Genügend Licht sei vor allem nachts wichtig. Viele Menschen würden jedoch beim nächtlichen Gang durch die Wohnung das Licht ausgeschaltet lassen: 55 Prozent der Befragten schalten das Licht dabei nie oder selten ein. Immerhin: Bei Menschen ab 75 Jahren sei es nur jede und jeder Dritte.

    Weiter zeigt die neueste Bevölkerungsbefragung, wie sich der Alkoholkonsum im Sport entwickelt. Am häufigsten wird demnach im alpinen Schneesport getrunken.

    Treppe
    Auf der Treppe geschehn die häufigsten Sturz-Unfälle. - Gemeinde St. Gallen

    39 Prozent der Skifahrerinnen und Skifahrer sowie 36 Prozent der Snowboarder geben an, mindestens ab und zu Alkohol zu konsumieren. Beide Werte seien im Vergleich zu 2017 gesunken. Auch beim Wandern (26 Prozent), Fussball (16 Prozent) sowie Schwimmen und Baden (14 Prozent) sei der Alkoholkonsum rückläufig.

    Die BFU führt seit 1995 jedes Jahr Bevölkerungsbefragungen durch. Zwischen März und Juni wurden insgesamt 3865 in der Schweiz wohnhafte Personen telefonisch und online befragt. Rund die Hälfte zu Strassenverkehrsthemen, die andere Hälfte zu Sport- und Freizeitthemen.

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