Volksinitiative

    SVPler will mit Volksinitiative Gesundheitswesen umbauen

    Redaktion
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    Bern,

    Radiologenlöhne von über 300’000 Franken sorgen für Kritik. Im Parlament wachsen Forderungen nach neuen Regeln gegen Fehlanreize und hohe Kosten.

    Wyssmann
    «Public pays, private profits»: Nach diesem Credo soll es laut SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann nicht weitergehen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Berichte über Radiologenlöhne über 300’000 Franken sorgen für Kritik.
    • Politiker sehen Fehlanreize durch Tarife, Prämiengelder und Mengenausweitung.
    • SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann prüft nach einer abgelehnten Motion nun eine Volksinitiative.

    Vor der nächsten Bekanntgabe der Krankenkassenprämien wächst im Parlament der Druck auf hohe Vergütungen im Gesundheitswesen.

    Auslöser sind unter anderem Berichte über Radiologenlöhne von mehr als 300’000 Franken.

    Wyssmann kritisiert private Gewinne

    SVP-Nationalrat Rémy Wyssmann sieht darin ein grundsätzliches Problem des Systems. Private Anbieter könnten von staatlich regulierten Prämien und Steuergeldern profitieren, ohne echtes finanzielles Risiko zu tragen.

    «Public pays, private profits», sagt Wyssmann gegenüber «20 Minuten».

    Er fordert deshalb eine stärkere Trennung von Staat und Privatwirtschaft. Krankenversicherungen sollen Preise mit Leistungserbringern selbst aushandeln.

    Nachdem eine entsprechende Motion abgelehnt wurde, prüft Wyssmann nun eine Volksinitiative, wie die Zeitung weiter schreibt.

    Politiker fordern neue Vergütungsmodelle

    Auch SP-Nationalrätin Sarah Wyss kritisiert Fehlanreize. Weil Leistungserbringer mehr verdienen, wenn mehr gemacht wird, fordert sie ein Bonusverbot.

    Der Fokus müsse stärker auf Qualität liegen. Zudem seien gewisse Fachrichtungen seit Jahren zu hoch tarifiert.

    Sollte die Politik stärker gegen sehr hohe Vergütungen im Gesundheitswesen vorgehen?

    GLP-Nationalrat Patrick Hässig sieht ebenfalls die Vergütungsmodelle als Kernproblem. Wenn diese besonders viele oder lukrative Leistungen begünstigten, müsse die Politik dort ansetzen.

    Hohe Einkommen seien bei anspruchsvoller Arbeit nachvollziehbar, sagt er. «Gut verdienen, ja, aber bereichern geht nicht.»

    Kommentare

    User #6002 (nicht angemeldet)

    Manche reden viel Blech

    User #2732 (nicht angemeldet)

    Radiologen werden eh bald durch KI ersetzt, bild machen kann auch Pflegefachfrau---

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