Suva, Ruag: Hier verdienen einige Kader mehr als GL-Mitglieder
Bei bundesnahen Konzernen interessiert oft der Lohn der Chefs. Doch es gibt bei SRF, Suva oder der Ruag Kader, die sogar mehr verdienen als GL-Mitglieder.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei Suva, SRG oder Ruag haben Kader teils höhere Löhne als GL-Mitglieder.
- Die Unternehmen geben sich jedoch bedeckt, um welche Personen es sich dabei handelt.
Diese Lohn-Hierarchie-Schere mag überraschen.
Bei mehreren bundesnahen Unternehmen verdienen einzelne Kaderangestellte mehr als Mitglieder der Geschäftsleitung (GL).
Bei der Unfallversicherung Suva habe vergangenes Jahr eine Person mehr verdient als das am tiefsten entlöhnte GL-Mitglied. Welchen Posten sie inne hatte, wollte die Suva-Sprecherin gegenüber der Zeitung aber nicht preis geben.
Suva-Chef Felix Weber hat 2025 eine Vergütung von 663’000 Franken erhalten, die drei übrigen GL-Mitglieder durchschnittlich 610’000 Franken.
Sechs SRG-Angestellte besser entlöhnt
Bei der SRG seien es 2025 sechs Personen gewesen, die mehr verdient haben als das GL-Mitglied mit dem tiefsten Lohn. Mittlerweile entspreche diese Zahl nicht mehr der heutigen Organisation.
Bekannt ist: Generaldirektorin Susanne Wille hatte 2025 einen Lohn von 514'000 Franken. Die übrigen Geschäftsleitungs-Mitglieder sollen im Schnitt auf 397'000 Franken gekommen sein.
Der «Blick» mutmasst, dass sich unter den sechs Topverdienern die Chefs von SRF oder RTS befinden, weil sie eine grosse Führungsverantwortung tragen.
Aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes machten die Unfallversicherung und das Medienhaus jedoch keine weiteren Angaben.
Bei der Ruag habe ein Kadermitglied, das nicht in der GL sitzt, vergangenes Jahr 392'000 Franken erhalten. Die Person arbeite für eine Tochterfirma, heisst es beim Rüstungskonzern.
Im selben Jahr verdiente der damalige Ruag-Chef Ralf Müller ohne Vorsorge- und Sozialversicherungsbeträge 572’000 Franken, mit diesen kam er auf 698’000 Franken.
Bei den anderen GL-Mitgliedern habe der Lohn 303’000 beziehungsweise 368’000 Franken betragen.















