Regierung

Wer um einen Sitz in der Zürcher Regierung kämpft

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Nach dem Entscheid von Mario Fehr steht die Ausgangslage für die Zürcher Regierungsratswahlen vom 4. April 2027 fest: Vier der sieben Regierungsratsmitglieder treten nicht mehr an. Zahlreiche neue Kandidatinnen und Kandidaten stehen in den Startlöchern. Ein Überblick.

Das Stimmvolk wählt im kommenden Frühling den  Zürcher Regierungsrat neu. (Symbolbild)
Das Stimmvolk wählt im kommenden Frühling den Zürcher Regierungsrat neu. (Symbolbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Mario Fehr tritt erneut an

Sicherheitsdirektor Mario Fehr will es noch einmal wissen und eine fünfte Legislatur anhängen. Mit 68 Jahren ist der Parteilose zwar im Rentenalter, wirkt aber keineswegs amtsmüde und ist beim Volk beliebt: Bei den Wahlen 2019 und 2023 erzielte er jeweils das beste Resultat aller Kandidierenden.

Die SP tritt mit Zweierticket an

Die SP schickt zwei Kandidierende ins Rennen, denn sie will den Sitz der nicht mehr antretenden Justizdirektorin Jacqueline Fehr verteidigen und gleichzeitig einen zweiten Regierungssitz zurückgewinnen. Dabei setzt sie auf zwei bekannte Gesichter: die Nationalrätin Priska Seiler Graf und den Winterthurer Sozialvorsteher Nicolas Galladé.

Auch FDP will zweiten Sitz

Die FDP will nicht nur den frei werdenden Sitz von Carmen Walker Späh verteidigen sondern auch einen zweiten Sitz holen. Dies beschlossen die Delegierten. Der Parteivorstand hatte ursprünglich lediglich den 32-jährigen Nationalrat Andri Silberschmidt als Kandidaten vorgeschlagen. Nachdem dies parteiintern auf Kritik gestossen war, nominierten die Delegierten ein Zweierticket mit Silberschmidt und Kantonsrat Martin Huber. FDP, SVP und Mitte wollen sich bei den Regierungsratswahlen gegenseitig unterstützen.

SVP will wieder zwei Sitze

Nachdem Finanzvorsteher Ernst Stocker schon einmal eine Amtszeit angehängt hat, weil die SVP keine anderen Kandidaten hatte, lässt sich der 70-Jährige nun doch noch pensionieren. Nationalrat Martin Hübscher soll den Sitz verteidigen. Die bisherige Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli wird erneut antreten.

Die Mitte will ihren einzigen Sitz verteidigen

Die Mitte muss 2027 ihren einzigen Sitz verteidigen, weil die langjährige Bildungsdirektorin Silvia Steiner nicht mehr antritt. Ihren Sitz will Nationalrat Philipp Kutter verteidigen. Kutter wäre der erste Regierungsrat im Rollstuhl.

Martin Neukom will Sitz der Grünen verteidigen

Baudirektor Martin Neukom tritt bei den Wahlen erneut an. In Sachen Klimaschutz sei «längst noch nicht alles erreicht», sagte der 39-Jährige. In einer weiteren Amtszeit möchte er dazu die nächsten Schritte tun. Neukom wurde vor sieben Jahren in die Regierung gewählt.

Die GLP will zurück in die Regierung

Seit dem Rückzug von Verena Diener im Jahr 2007 ist die GLP nicht mehr im Regierungsrat vertreten. Nun soll die Winterthurer Gemeinderätin Nora Ernst den Sprung zurück schaffen. Die Co-Präsidentin der kantonalen GLP wurde bereits offiziell als Kandidatin nominiert.

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