Mit einer Studie untersuchte Pro Senectute die Internetnutzung von über 65-Jährigen. Nur noch eine kleine Minderheit ist ausschliesslich offline unterwegs.
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Immer mehr Senioren sind im Internet unterwegs. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ältere Menschen interessieren sich immer mehr für Technik.
  • Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich die Zahl über 65-jähriger Internetnutzer verdoppelt.
  • Die Corona-Krise und der damit verbundene Lockdown sorgten für zusätzlichen Ansporn.

Digitale Angebote sind bei der Generation 65+ mehr denn je hoch im Kurs. Fast drei Viertel der Seniorinnen und Senioren sind heute online unterwegs. Der digitale Graben verschiebt sich laut einer Studie von Pro Senectute Schweiz. Dieser liegt inzwischen bei 80 Jahren.

Seniorinnen und Senioren entdeckten die Chancen digitaler Angebote und fänden zunehmend Gefallen an der virtuellen Welt. So resümiert Pro Senectute Schweiz das Ergebnis einer nationalen Studie. Diese wurde noch vor der Corona-Krise von der Universität Zürich durchgeführt.

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Smartphones werden nun vermehrt auch von Senioren genutzt. - Pixabay

Laut Studie hat sich der Anteil der über 65-jährigen Internetnutzer innerhalb eines Jahrzehnts von 38 auf 74 Prozent fast verdoppelt. Die mobile Nutzung des Internets dieser Altersgruppe hat seit 2015 sogar um mehr als das Doppelte zugenommen. Damit sind die Nutzungszahlen der jüngeren Seniorinnen und Senioren fast identisch mit jenen der berufstätigen Bevölkerung.

Digitaler Graben bei über 80 Jahren

Der digitale Graben hat sich nach hinten verschoben. 95 Prozent der 65- bis 69-Jährigen nutzen gemäss Studie das Internet. Bei den 80- bis 84-Jährigen sind es 54 Prozent und bei den über 85-Jährigen noch 35 Prozent.

Ältere Menschen, die offline unterwegs sind, sind heute klar eine Minderheit. Hochgerechnet gebe es in der Schweiz aber noch immer rund 400'000 Senioren, die das Internet nicht nutzen.

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Eine Seniorin bei einem Kurs zur Nutzung von iPhone und iPad. - Keystone

Seniorinnen und Senioren sind in den vergangenen fünf Jahren internetaffiner geworden. Damals nutzten sie vor allem E-Mails und Online-Fahrpläne, heute stossen laut der Studie auch Instant-Messenger, Gesundheits-Apps sowie Fitness-Armbänder auf Interesse.

Inzwischen nutzen 69 Prozent der befragten Seniorinnen und Senioren ein Smartphone, 81 Prozent davon täglich. Trotzdem blieben Fernsehen (93 Prozent) und Radio (89 Prozent) die wichtigsten Informationsquellen für die Generation 65+.

Corona-Krise fördert Nutzung

Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht von Pro Senectute gezeigt, wie wichtig digitale Kommunikationskanäle für die gesellschaftliche Teilhabe sind. Viele Familien hätten die Nutzung von Apps wie Facetime, Zoom oder WhatsApp mit den Grosseltern eingeübt. So konnten sie in Zeiten der physischen Distanz visuell in Kontakt bleiben. Ältere Menschen hätten dadurch ihre digitalen Kompetenzen ausgebaut.

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