Eine Studentin wurde vor drei Wochen auf dem Campus der Uni Lausanne schwer verletzt. Ein Sonnenschirm prallte auf die junge Frau – nun ist sie tot.
Universität Lausanne
Tragödie an der Universität Lausanne. Bild vom 24. April 2007. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Studentin aus Lausanne wurde von einem Sonnenschirm getroffen.
  • Nach Wochen im Koma erlag die 22-Jährige heute ihren Verletzungen.
  • Die Justiz hat eine Untersuchung eingeleitet.

Eine Tragödie spielte sich am 4. März auf dem Campus der Universität Lausanne (UNIL) ab. Ein vom Wind aufgewirbelter Sonnenschirm trifft eine Studentin mit voller Wucht. Nach einigen Wochen im Koma starb die 22-Jährige am heutigen Dienstag.

Bereits zuvor wusste die Familie, dass die junge Frau nie mehr aufwachen wird. Ihr Hirn hatte einen irreparablen Schaden erlitten.

Starke Windböen

Am Tag des Unglücks sei die Bise extrem stark gewesen, erzählt der Vater der Verunglückten gegenüber «24heures». Windböen von bis zu 120 Kilometern die Stunde hätten über den Campus gefegt.

«Die Freundin meiner Tochter sah, dass ein Sonnenschirm mit voller Wucht gegen sie gewirbelt wurde. Sie hatte gerade noch Zeit auszuweichen und versuchte meine Tochter zu warnen.» Doch es war schon zu spät. Der Schirm prallte in die junge Frau, die daraufhin mit ihrem Kopf hart auf den Boden schlug.

Obwohl die Rettungskräfte sofort vor Ort eintrafen, waren die Verletzungen der jungen Frau zu stark.

Sonnenschirm
Sonnenschirme biegen sich im Wind am Zürichsee bei Zürich. - keystone

Wer trägt die Schuld?

Doch warum war der Sonnenschirm an einem Tag mit starken Windböen geöffnet? Der Vater der Studentin suche keinen Schuldigen, er möchte nicht als skrupellos gelten.

Gerüchten zufolge, hat ein Student den Schirm geöffnet, um sich vor dem leichten Regen zu schützen. «Man öffnet doch keinen Sonnenschirm, wenn es dermassen stark windet», sagt der Vater. «Es ist so absurd.»

«Die Studenten, die Zeugen des Unfalls geworden sind, stehen unter Schock», sagt der Vizerektor der UNIL, Benoît Frund. Sie hätten Angst und würden sich nicht mehr auf den Campus trauen.

Vor der Schuldfrage scheut er sich nicht: «Die Universität wird ihre Verantwortung übernehmen. Wird es eine Untersuchung geben, stehen wir den Ermittlern natürlich zur Verfügung. Aber alles zu seiner Zeit». Nun werde erstmal getrauert.

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