Stadt Bern kauft Kunst neu über Nominationsverfahren
Die Stadt Bern will Käufe für ihre Kunstsammlung neu über ein Nominationsverfahren bestimmen. Zur Anwendung soll ein zweistufiger Prozess kommen, wie die Stadt am Mittwoch mitgeteilt hat.

In einem ersten Schritt können Interessierte Kunstschaffende nominieren. Voraussetzung für eine Berücksichtigung ist ein Bezug zur Stadt Bern. Anschliessend sichtet eine Jury der städtischen Kulturkommission die Vorschläge, wie die Stadt in einer Mitteilung schrieb.
Die Jury priorisiert eine Vorauswahl und empfiehlt nach vertiefter Prüfung und Atelierbesuchen zwei bis drei Kunstschaffende für Ankäufe. Die konkrete Auswahl der Werke erfolgt schliesslich gemeinsam mit den Kunstschaffenden und der Kunstsammlung.
Für die Ankäufe, die sowohl Auszeichnung als auch Förderung sind, stehen der Stadt jährlich 30’000 Franken zur Verfügung, wie es weiter hiess.
Mit dem Verfahren will die Stadt die kulturelle Teilhabe stärken und die Vielfalt in der Kulturförderung weiter ausbauen.
Das Verfahren, das nun bei der Bildenden Kunst angewendet werden soll, nutzt die Stadt bereits im Literaturbereich beim sogenannten Weiterschreiben-Stipendium.
Die städtische Kunstsammlung umfasst gemäss Website rund 4200 Kunstwerke. Sie besteht seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Etwa ein Drittel der Werke sind an rund hundert Adressen der Stadtverwaltung und stadtnaher Betriebe präsentiert. Weitere Werke befinden sich als Dauerleihgaben im Bernischen Historischen Museum, im Museum Franz Gertsch und im Kunstmuseum Bern.
Die Stadt kauft Gemälde, Arbeiten auf Papier, Fotografien, Skulpturen, Video- und Konzeptkunst, Performance oder Installationen an.










