Kunst wird in Zürich Teil des Medizinstudiums
In Zürich soll Kunst künftig eine grössere Rolle in der Medizin spielen. Eine neue Initiative will sie fest in Studium und Therapie verankern.

Die Initiative «Arts+Health» der Universitäre Medizin Zürich (UMZH) wurde an einer Auftaktveranstaltung im Kunsthaus Zürich vorgestellt. Die Plattform solle den Austausch zwischen den Disziplinen dauerhaft fördern, wie die Universität Zürich (UZH) am Dienstag mitteilte.
Ein konkretes Vorhaben ist die Integration von Kunst in die medizinische Ausbildung. Geplant ist ein entsprechendes Lehrmodul im Medizinstudium, das derzeit unter der Leitung der UZH-Psychiatrieprofessorin Susanne Walitza entwickelt wird.
Seien es Tanzsessions für Menschen mit neurologischen Erkrankungen oder Kunstbetrachtungen für Jugendliche mit psychischen Problemen: Zürcher Kulturinstitutionen beteiligten sich zunehmend an gesundheitsfördernden und therapeutischen Angeboten, so die UZH.
Auch internationale Beispiele zeigten, wie eng Kunst und Medizin zusammenarbeiten, erklärte Ann Demeester, die Direktorin des Kunsthauses Zürich. An der Radboud University in den Niederlanden würden künstlerische Methoden in die Ausbildung von Medizinern einfliessen, um deren Wahrnehmung, Empathie und Kommunikation zu schärfen.










