Im Aargau gibt es auch künftig Kunst am Tiefbau
An Brücken, Plätzen oder Ortsdurchfahrten im Aargau gibt es auch künftig künstlerische Elemente. Der Aargauer Grosse Rat hat am Dienstag eine SVP-Motion, die Kunst am Bau im Tiefbau verbieten wollte, mit 74 Ja-Nein zu 52 Ja-Stimmen abgelehnt.

Das klare Resultat war absehbar, lehnten doch alle Fraktionen – mit Ausnahme der SVP – die Motion in ihren Voten ab. «Kunst am Bau ist eine Investition in die Lebensqualität», sagte beispielsweise der FDP-Votant.
Kunst schaffe Aufenthaltsqualität und Identifikation mit dem öffentlichen Raum, ergänzte der Sprecher der Grünen. SVP und GLP bliesen ins selbe Horn. Der Mitte-Votant mahnte, es solle im Einzelfall Sorgfältig geprüft werden, wo Kunst sinnvoll sei und wo unnötig. Der EVP sei die Kunstförderung ein wichtiges Anliegen, sagte ihr Sprecher.
Die Motion der SVP-Fraktion hatte verlangt, bei sämtlichen Tiefbauprojekten auf künstlerische Elemente zu verzichten. Denn diese würden das Bauprojekt teurer machen, dessen Bauphase verlängern und zu Konflikten zwischen den Beteiligten führen.
Im Kunstgesetz sei festgehalten, dass sich der Kanton Aargau an der Förderung von Kunst beteilige, hielt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme an den Grossen Rat fest. Zudem prüfe das verantwortliche Tiefbauamt sehr genau, ob, wie und nach welchen Kriterien Kunst im öffentlichen Raum umgesetzt werde.
Negative Auswirkungen auf den Zeitplan hätten Kunstprojekte nicht, schrieb der Regierungsrat weiter. Der Kanton Aargau habe in den vergangenen 20 Jahren Infrastruktur in der Höhe von 3,1 Milliarden Franken gebaut. Der Anteil für realisierte Kunst im öffentlichen Raum sei dabei sehr gering.










