Der Schweizerische Gewerkschaftsbund befürwortet die Annahme des Medienförderungspakets. Im Februar wird darüber abgestimmt.
Pierre-Yves Maillard
Der Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB): Pierre-Yves Maillard. (Archivbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der SGB und weitere Gewerkschaften sprechen sich für das Medienförderungspaket aus.
  • Mit dem Paket kann die Vielfalt lokaler und regionaler Medien gewährleistet werden.
  • Zudem schütze es auch vor Fake News.

Der Gewerkschaftsbund (SGB), die Mediengewerkschaft Syndicom und das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) sagen Ja zum Medienförderungspaket, über das im Februar abgestimmt wird. Es stärke den medialen Service Public und sichere die Qualität im Journalismus. Das Paket ermögliche Investitionen in den Journalismus und die lokalen Redaktionen, teilten die Gewerkschaften am Dienstag mit.

Ein Nein zu dieser Abstimmungsvorlage würde die nationale Medienpolitik über Jahre blockieren und der «Verödung der Medienlandschaft weiter Vorschub leisten». Insbesondere soll damit ein Verlust an Vielfalt bei lokalen und regionalen Medien verhindert werden.

Qualitätssicherung schützt vor Fake News

Es brauche eine öffentliche Medienförderung, damit diesem Trend Einhalt geboten werden könne. Nur so lasse sich die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Medien stärken.

Zudem schütze Qualitätssicherung im Journalismus vor Fake News. Hier seien die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Journalistinnen und Journalisten von elementarer Bedeutung.

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Zwei Drittel der Schweizer Leserschaft lesen ihre Zeitung in Papierform. - Keystone

Aber auch die Arbeitgeber seien gefordert. Sie sollen in ihr Personal investieren und zusammen mit den Mediengewerkschaften für faire Arbeitsbedingungen sorgen, hiess es weiter. Da das Medienpaket eine Pflicht zur Verhandlung eines Gesamtarbeitsvertrages beinhalte, würden sich auch bei der Frühzustellung die Arbeitsbedingungen verbessern.

Nicht zuletzt sorge das Medienförderungspaket dafür, dass auch Mächtigen und Vermögenden kritisch auf die Finger geschaut werde, so die Gewerkschaften.

Am 13. Februar 2022 entscheiden die Stimmberechtigten, ob der Bund die Medien in der Schweiz zusätzlich fördern soll.

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